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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Modell Schulzentrum
Zwischenüberschrift:
Braucht die Stadt Osnabrück die neue Oberschule?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Schulzentrum Sonnenhügel (" Sebastopol") bietet alle Schulformen auf engem Raum. Ein Beispiel für die vergleichsweise komfortable Situation in der Stadt Osnabrück. Foto: Westdörp
Osnabrück. Niedersachsen ist ein Flächenland. Und die Gemeinden als Schulträger und der Kultusminister müssen deshalb dafür sorgen, dass die Schule " im Dorfe" und attraktiv bleibt. In den Großstädten sieht die Problemlage dagegen differenzierter aus. Für Osnabrück beispielsweise, sagt Schuldezernentin Rita Maria Rzyski, sei eine Oberschule derzeit " nicht auszuschließen, aber auch nicht anvisiert".
Von Frank Henrichvark - Betrachten wir zunächst die Ausgangslage in der Stadt: Es gibt zwei eigenständige traditionsreiche Gymnasien in der Innenstadt sowie mehrere Schulzentren mit differenzierten Schulangeboten. Darunter sind auch zwei katholische Schulzentren, die regelmäßig Bewerber abweisen müssen. Außerdem gibt es eine etablierte Kooperative Gesamtschule in Schinkel und eine jüngst neu gegründete Integrierte Gesamtschule in Eversburg.
Neben der (auslaufenden) Haupt- und Realschule Käthe-Kollwitz-Schule besteht die Felix-Nussbaum-Hauptschule im Schulzentrum Sonnenhügel und die Hauptschule Innenstadt an der Hakenstraße, nicht weit entfernt von der (solitären) Möser-Realschule im alten EMA-Gebäude an der Lotter Straße.
Keine dieser Schulen sei bei den noch relativ konstanten Schülerzahlen in der Stadt auch nur tendenziell gefährdet, betont Rzyski. " Allerdings muss man sehen, dass die kirchlichen Schulzentren und die Gesamtschule wegen ihrer Obergrenzen Anmeldungen abweisen und dass die Käthe-Kollwitz-Schule ausläuft. Das stabilisiert derzeit die beiden städtischen Hauptschulen."
Und zusammen mit den beiden Gesamtschulen biete die Stadt allen Eltern genügend Wahlmöglichkeiten - auch wenn die Unsicherheit über die künftige Schullaufbahn bei sehr vielen bekanntlich noch groß ist.
Gleichwohl will sich die Schuldezernentin gegenwärtig nicht auf eine Prognose festlegen: " Wir wissen nicht, ob die Stadt eine Oberschule einführen würde", sagen sie und Fachbereichsleiter Hans-Georg Freund unisono. " Diese Debatte kann erst geführt werden, wenn der anstehende Grundschulentwicklungsplan verabschiedet ist." Das dürfte im kommenden Frühjahr geschehen sein. So lange sei eben " nichts auszuschließen", aber auch " nichts anvisiert".
Dennoch und allein aus bildungspolitischen Überlegungen heraus hat Rzyski durchaus Sympathien für das Modell der Oberschule. Die jetzt angestoßene Debatte bringe für das Land ein Thema zurück auf die Agenda, das vor Jahren " gegen jede Vernunft" von der Tagesordnung abgesetzt wurde, sagt sie - und meint den damaligen Schulversuch einer " Sekundarschule", an dem sich auch Osnabrück mit der Käthe-Kollwitz-Schule am Schölerberg beteiligt hatte.
Allerdings müsse noch sehr genau diskutiert werden, so Rzyski weiter, ob die Option einer lediglich mindestens dreizügigen Oberschule mit aufgesetztem Gymnasialangebot wirklich attraktiv sein könne. Oder ob das dann nur eine " Rolle rückwärts" zur längst bewährten Kooperativen Gesamtschule wäre? Damit jedenfalls, meint die Dezernentin, machten es die Bildungspolitiker der neuen Oberschule auch im Flächenland Niedersachsen nur unnötig schwer.
Autor:
Frank Henrichvark


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