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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kristalle, Quarze und Ammoniten
Zwischenüberschrift:
36. Internationale Mineralien- und Fossilienbörse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bei der 36. Internationalen Mineralien- und Fossilienbörse im Berufsschulzentrum am Westerberg zeigten Freunde der Mineralogie ihre Funde. Fotos: Michael Hehmann
Osnabrück. Rund 50 Aussteller mit Funden aus aller Welt: Dies bot am Wochenende die 36. Internationale Mineralien- und Fossilienbörse im Berufsschulzentrum am Westerberg. Die Veranstaltung zeigte aber auch: Die eigene Region bietet mehr, als die meisten wohl vermuten würden.
Von Henning Müller-Detert - " Was man hier nicht erwartet, aber dennoch findet, ist wunderschöner Bergkristall", sagt Diether Stonjek von der Osnabrücker Bezirksgruppe der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie (VFMG), die gemeinsam mit dem Museum am Schölerberg die Börse durchführt. Grund für die Quarzfunde ist ein stecken gebliebener Vulkan unter Bramsche.
Ein Beleg für die vielfältigen Funde in der Region sind die Ausstellungsstücke von Andreas Möllenkamp. Schon seit Kindesbeinen verfolgt er dieses Hobby. Unverhoffte Funde ermöglichten dem gelernten Geologen zum Beispiel Mitte der Neunzigerjahre das Regenrückhaltebecken " Am Thie" in Gretesch. Hier stieß Möllenkamp auf Gesteinsschichten, die Quarz, Caloit und Pyrit enthielten. Am Voßberg am Penterknapp fand er hingegen Toneisenstein, in dem unter anderem Dolomit eingeschlossen war, während er am Silberberg bei Hagen Baryt ausfindig machte.
Das Prinzip erläutert Stonjek anhand einer gesättigten Zuckerlösung: Nachdem man diese in einen Hohlraum gegossen hat, lagern sich die Kristalle ab, wenn das Wasser verdunstet. Höchstpreise kann man erzielen, wenn sich die Mineralien durch besondere Härte auszeichnen und somit als Edelstein gelten - im besten Falle als Diamant.
Anziehungskraft haben außerdem die zahlreichen Fossilien, die in einigen Fällen ebenfalls direkt vor der eigenen Haustür gefunden wurden. Darauf hat sich Michael Sowiak aus Glandorf spezialisiert. Er hat etwa Ammoniten ausgestellt, die zwar wie Schnecken aussehen, aber tatsächlich Tintenfische samt Gehäuse sind. Einige hat er in Ledde ausgegraben, wobei er anschließend mit einer Art Minipresslufthammer das umschließende Gestein vorsichtig abtrug. Andere Funde sind Trigonien (Muscheln), deren Form er mit einer Stahlbürste freigelegt hat. Per Fachliteratur kann er das Alter recht genau bestimmen. Die ältesten Stücke stammen aus dem Karbonzeitalter und sind mehr als 300 Millionen Jahre alt. Auch Sowiak verfolgt dieses Hobby schon seit jungen Jahren. Naheliegender Grund: " Ich habe als Kind in Wallenhorst neben einer Tongrube gelebt."
Autor:
Henning Müller-Detert


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