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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ziel ist eine zusätzliche Einnahmequelle
Artikel:
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Originaltext:
" Anfang der 90er-Jahre sollte im Bereich rechts und links der Lotter Straße das Anwohnerparken bereits eingeführt werden. Ich war damals Sprecher der Bürgerinitiative gegen eine solche Einführung [. . .]. Letztlich haben wir als große Gruppe (circa 70 aktive Mitstreiter) erreicht, dass die Stadt von diesem Ansinnen absah.
Es gibt wirklich kein Argument, das für die Einführung des Anwohnerparkens spricht, letztlich geht es nur um eine zusätzliche Einnahmequelle der Stadt. Der Anwohner kauft sich lediglich ein Anwohnerparkrecht, keinen Parkplatz. Im Bereich des Katharienviertels gibt es mehr Parkbedürftige als Parkplätze, in manchen Häusern (häufig Studenten-WGs) wohnen zwölf und mehr Parkberechtigte, vor dem Haus befinden sich aber nur drei Parkplätze. Der Bürger zahlt für etwas, was er nicht bekommt. Es ist ein Märchen, dass Fremde das Viertel zuparken (es gibt sicher Einzelfälle).
Besucher, Kunden und Patienten von Arztpraxen, Mitarbeiter von Unternehmen, Handwerker, Hauspersonal - alle diejenigen, die in dem Bereich zu tun haben, müssen künftig dann bezahlen, wenn sie in dem Bereich parken wollen (Parkraumbewirtschaftung). Das Politessensystem wird so zunächst in das Viertel ausgeweitet. Tatsächlich führt das zu einer Verlagerung der Parkwilligen ohne Parkberechtigung in die angrenzenden Stadtteile (Wüste und Westerberg). In beiden Bereichen ist die Parksituation auch nicht besser als im Katharienviertel. Und somit baut man eine Argumentationskette für die nächsten Schritte, sprich die Einführung in den nächsten Stadtteilen auf, bis irgendwann im gesamten Stadtgebiet jeder Parkwillige für jeden Akt des Parkens bezahlt. Da kommen dann pro Bürger locker noch mal 50 bis 100 Euro im Monat zusammen (schließlich muss jeder mal woanders hin, Besuche von Freunden und Verwandten tätigen, zum Arzt gehen, Sport treiben etc.). Das rechnet sich - aber nur für die Stadt!
Die Bewohner des Viertels sollten sich ganz genau überlegen, ob die Maßnahme ihnen wirklich etwas bringt. Zunächst klingt das Versprechen, für nur 30 Euro jährlich einen Parkplatz vor der Tür zu haben, ja verlockend, es wird aber - wie heute auch - für die wenigsten in Erfüllung gehen. Stattdessen wird es zunehmende Sorgen geben, wenn zum Beispiel Freunde aus einer anderen Stadt zu Besuch über einige Tage kommen - die dürfen nicht mehr vor dem besuchten Haus parken.
Ziel der Stadt ist die Parkraumbewirtschaftung im gesamten Stadtgebiet, überall Kontrolle und Abkassieren, ohne dass sich für die Betroffenen die Situation wirklich verbessert."
Frank H. Roitzheim
Osnabrück
Autor:
Frank H. Roitzheim


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