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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kunstschule soll nach Eversburg
Zwischenüberschrift:
Rot-Grün gegen Verwaltungsplan
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Als neuer Standort vorgesehen: die leer stehenden Räume der Stadtteilbibliothek Eversburg. Foto: Michael Hehmann
Osnabrück. Ein Einsparbeschluss und die Folgen. Die im letzten Jahr vom Osnabrücker Rat verabschiedete Schließung der Stadtteilbibliotheken sorgt für Probleme bei der Nachnutzung der zum Teil langfristig gemieteten Räume. Die sollen nach den Vorstellungen der Verwaltung jetzt unter anderem dadurch gelöst werden, dass die Kunstschule in die leer stehende Bibliothek in Eversburg zieht. Die Dozenten der Einrichtung fürchten mittelfristig um den Bestand des bisherigen Angebots.
Von Wolfgang Elbers - Die Ausgangssituation: Die Pläne der Verwaltung werden seit Wochen von Lokalpolitikern der SPD und der Grünen kritisch verfolgt. Ende September hatte Grünen-Ratsmitglied Daniela Saalfeld sich im Kulturausschuss nach der weiteren Verwendung der Stadtteilbibliotheken erkundigt. Dezernentin Rita-Maria Rzyski teilte daraufhin zum Beispiel mit, dass in Eversburg die derzeit an der Nobbenburger Straße untergebrachte Kunstschule einzieht.
Die SPD-Fraktion stellte für die heutige Ratssitzung am Dienstag eine " umfangreiche Anfrage" zur Zukunft der Kunstschule. In einer aktuellen Pressemitteilung kritisiert der Fraktionsvorsitzende Frank Henning jetzt als " fragwürdigen Stil", dass die Verwaltung offenbar Fakten schaffen will. Seine Forderung: " Sofortiger Stopp der Umzugsplanungen". Hintergrund: In einer Mitteilungsvorlage für den Mittwoch tagenden Kulturausschuss hat die Verwaltung inzwischen darüber informiert, dass der Umzug nach Eversburg vorbereitet werde. Henning: " Klar ist für uns, dass eine so gewichtige Frage wie die Verlagerung einer zentralen Kultureinrichtung an den Stadtrand vom gewählten Rat und nicht allein von der Verwaltung entschieden werden darf." Auch der Grünen-Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn hat zur Situation schon etwas ketzerisch die Frage in den Raum gestellt: ,, Machen wir anstelle von Stadtteilbibliotheken jetzt Stadtteilkunstschulen auf?"
Die Verwaltungssicht: Für Dezernentin Rita-Maria Rzyski wird mit der Entscheidung letztlich ein Auftrag des Rates zur Haushaltskonsolidierung umgesetzt, da der gültige Mietvertrag für die ehemalige Stadtteilbibliothek noch bis 2022 läuft: " Außerdem ergibt sich durch den Umzug angesichts des schlechten baulichen Zustands an der Nobbenburger Straße mit Brandschutzdefiziten, unzureichenden sanitären Anlagen oder immensen Heizkosten eine erhebliche Verbesserung." Auch sei der Zugang am neuen Standort behindertengerecht. Zudem bestehe die Chance, durch eine Vernetzung mit dem Jugendzentrum Westwerk sowie der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) und den weiteren Schulen in dem Stadtteil " neue Zielgruppen" zu erreichen.
Die offenen Fragen: Sie beginnen damit, dass die notwendigen Umbaukosten des Bibliotheksgebäudes in Eversburg noch ermittelt werden und auch unklar ist, ob dort der derzeit genutzte Brennofen zum Einsatz kommen kann. Zentrales Argument der Umzugsgegner: Die Kunstschule gehört in die Mitte der Stadt. So sei die in der Vergangenheit mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Grundschulen aller Stadtteile bei einer Stadtrandlage akut gefährdet.

Autor:
Wolfgang Elbers


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