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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke: Es herrscht noch große Unwissenheit
Zwischenüberschrift:
Der intelligente Zähler ist der Einstieg in ein ganz anderes Strom-Management
Fritz Wengeler, Geschäftsführer von Smartoptimo.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück und Münster gehören bei der neuen Zähler-Technik zur Speerspitze in Deutschland. Die beiden Unternehmen haben eine eigene Tochterfirma gegründet: Smartoptimo. Der intelligente Zähler sei der Einstieg in ein effektives Strom-Management, sagt Smartoptimo-Geschäftsführer Dr. Fritz Wengeler. Es herrsche selbst in der Branche noch " erhebliche Unwissenheit" über die Chancen der neuen Technik.
Die flächendeckende Einführung des Smartmeters würde eine ökologische und wirtschaftliche Steuerung der Stromerzeugung ermöglichen, sagt Fritz Wengeler. Heute ist die Energieversorgung linear strukturiert: Die Kraftwerke erzeugen so viel Strom, wie von den Verbrauchern nachgefragt wird. Das Netz der Zukunft wird dezentral und komplexer sein, weil der Anteil regenerativer Energien steigt. Doch Wind und Sonne sind nicht steuerbar. Windräder produzieren viel Strom, wenn es stürmt und vielleicht gerade dann nicht, wenn die Verbraucher viel Strom nachfragen. Hier liegt der Kern: Der Smartmeter soll mittelfristig dem Verbraucher das Signal geben: Achtung, es gibt jetzt einen Stromüberhang. Jetzt ist der Strom günstig, jetzt wäre es sinnvoll, stromfressende Geräte einzuschalten. " Das ist im Haushalt natürlich nicht immer durchzuhalten", räumt Smartoptimo-Chef Wengeler ein. " Mittags wird gekocht, egal, wie teuer der Strom ist." Aber Potenziale gäbe es auch im privaten Haushalt. Und Unternehmen könnten den Einsatz ihrer Maschinen steuern, die nicht ständig gebraucht werden, sondern Produkte fürs Lager produzieren.
Der Gesetzgeber schreibt den Stromanbietern vor, noch in diesem Jahr " intelligente Tarife" anzubieten, die Anreize zum Stromsparen und zum effektiven Energieeinsatz bieten. Im nächsten Schritt sollen bis 2020 die intelligenten Messsysteme die Rückkopplung zwischen Stromerzeuger und Verbraucher ermöglichen. Zurzeit sei die Nachfrage nach dem Smartmeter " überschaubar", sagt Wengeler. Weniger als ein Prozent der Kunden interessiere sich dafür. Wengeler geht aber davon aus, dass der Gesetzgeber den neuen Zähler ab 2012 zur Pflicht für alle Bauten erklären wird. In zehn Jahren werden nach seiner Prognose 80 Prozent der alten Zähler ersetzt sein. Bis 2022 werde es eine hundertprozentige Abdeckung mit dem Smartmeter geben. Wengeler: " Die Frage ist nur, wie sich die Stromanbieter darauf vorbereiten."
Smartoptimo ist die Antwort der Stadtwerke Osnabrück und Münster. Die gemeinsame Tochtergesellschaft bietet alle Dienstleistungen rund um den neuen Zähler an für die Endkunden und auch für andere kommunale Versorger. In einem Pilotprojekt testen zurzeit 30 Haushalte in Osnabrück den Smartmeter. Die Stadtwerke Bramsche haben sich entschlossen, die Dienstleistung von Smartoptimo in Anspruch zu nehmen. Mit einem weiteren Versorger in Norddeutschland wird verhandelt, die Gespräche stehen vor dem Abschluss.
Auch die Bundesumweltstiftung treibt die neue Technik voran. Sie hat gerade 124 000 Euro für das Projekt " Energiesparbonus" der Osnabrücker Werbeagentur " Drei Etagen" zur Verfügung gestellt. Die Werbeexperten machen den Smartmeter mit einem Stromspar-Wettbewerb bekannt, die Firma Thüga Metering-Service liefert Technik und Messdienstleistung, und die Uni Osnabrück beobachtet etwaige Verhaltensänderungen der Verbraucher.
Autor:
hin


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