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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Chanukka und Weihnachten in der Kita
Zwischenüberschrift:
Erster jüdisch-christlicher Kindergarten im Bistum Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw Osnabrück. Gemeinsam stellten das Bistum und die Jüdische Gemeinde Osnabrück gestern ihr Projekt eines jüdisch-christlichen Kindergartens vor. In der Kindertagesstätte der St.-Barbara-Gemeinde im Stadtteil Westerberg sollen ab Sommer 2011 mehr als 100 Kinder beider Religionen unter einem Dach zusammen spielen, aber auch die Unterschiede ihrer Glaubensrichtungen kennenlernen.
Schon vor einigen Jahren sei die jüdische Gemeinde an das Bistum mit dem Gedanken getreten, einen gemeinsamen jüdisch-christlichen Kindergarten zu errichten, sagte Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück. Die Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Ab nächsten Sommer sollen zwölf jüdische Kinder aus ganz Osnabrück im Alter von zwei bis sechs Jahren die Kita St. Barbara besuchen. Dort sollen sie christliche und jüdische Traditionen erfahren, so der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Theo Paul.
Auch nicht-christliche Menschen, die hier aufwachsen und leben, wüssten, was das Weihnachtsfest bedeute, meinte Grünberg. " Aber kaum jemand weiß, was es mit dem jüdischen Fest Chanukka auf sich hat", fügte er an. Es ist ein acht Tage andauerndes Fest, das in diesem Jahr am 2. Dezember beginnt. An jedem der acht Abende bekommen Kinder Geschenke. Es erinnert an die Einweihung des Herodianischen Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus.
" Für uns ist wichtig, dass jüdische Kinder selbstbewusst mit der eigenen Religion umgehen, sie erkennen können und als Normalität betrachten", sagte Grünberg. In anderen Kindergärten würden sie nicht als Juden wahrgenommen werden, sagte er. Der gemeinsame Kindergarten sei der erste, der nach dem Holocaust wieder in Osnabrück werde, so Grünberg.
Die Shoah spiele im Hintergrund eine Rolle, sagte Theo Paul. Auch künftige Generationen sollten daran erinnert werden. " Die interreligiöse Erziehung ist zukunftsweisend", sagte er. Der gemeinsame Kindergarten werde auch deswegen entstehen, weil Christen und Juden eine gemeinsame Glaubensbasis hätten, so Paul. " Das Judentum ist die Religion, die uns am nächsten steht."
Autor:
tw


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