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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lichtkunst für den Neumarkt
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Künstler Mario Haunhorst will den Tunnel umgestalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Modell für den Neumarkttunnel? Mario Haunhorst vor seiner Lichtinstallation am Wiesbadener Hauptbahnhof. Foto: Windolf
rll Osnabrück. Soll der Neumarkttunnel zugeschüttet werden? Nein, sagt der Osnabrücker Künstler Mario Haunhorst. Er schlägt vor, die Passage mit einer Lichtinstallation zu einem ganz besonderen Ort zu machen. In Wiesbaden hat Haunhorst eine Unterführung vor dem Hauptbahnhof mit seinem bewegten Kunstwerk in tiefes Blau getaucht.
Über den Fußgängertunnel in Wiesbaden gab es ähnliche Diskussionen wie in Osnabrück. Er wurde wie die - allerdings größere - Neumarkt-Passage als überflüssig empfunden und sollte schon zugeschüttet werden. Aber es gab auch Stimmen, das unterirdische Bauwerk zu erhalten. Die Überlegung, mit künstlerischen Mitteln einen Kontrapunkt im Stadtbild zu erzeugen, ließ auch Tunnel-Gegner zu Tunnel-Bewahrern werden.
Mario Haunhorst bekam den Auftrag, gemeinsam mit einem Planungsbüro in Krefeld und einem Glasstudio aus Taunus stein. Sieben Tonnen Glas wurden in die Unterführung eingebaut. 142 regelbare Sparlampen sorgen für wellenförmige Lichteffekte. Das dunkle Blau weckt bei Passanten das Gefühl, ins Wasser einzutauchen. Mario Haunhorst will damit die Urgefühle des Menschen anklingen lassen.
Die neu gestaltete Unterführung werde gut angenommen, sagt der Osnabrücker Lichtkünstler. Und er weist darauf hin, dass es seit der Wiedereröffnung vor einem Jahr keine Vandalismusschäden gegeben habe.
Die Kosten für die Sanierung der unterirdischen Passage beziffert Haunhorst mit einer knappen Million Euro, ein Viertel davon sei auf die Glas- und Lichtkunst entfallen. Für die Stromkosten müssten jährlich 8600 Euro aufgewendet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Stadt Osnabrück allein für die Verfüllung des Neumarkttunnels 5, 5 Millionen Euro ausgeben müsste, rät er den Stadtvätern zur Nachahmung des Wiesbadener Projekts.

Autor:
rll


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