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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schüler als Hirnforscher
Zwischenüberschrift:
Abschluss des Osnabrücker Projektsommers am Ratsgymnasium - Im Januar startet die nächste Runde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit einer großen Abschlusspräsentation ging jetzt der Osnabrücker Projektsommer am Ratsgymnasium zu Ende. Foto: Stefanie Hiekmann
hiek Osnabrück. Mit der Schule und den eigenen Interessen ist das manchmal so eine Sache: Der Lehrplan verlangt oft Themen, die mit den eigenen Interessen nicht viel zu tun haben. Andere Gebiete, für die man sich hingegen sehr interessiert und über die man am liebsten noch mehr erfahren möchte, tauchen auf dem Stundenplan überhaupt nicht auf. Der " Osnabrücker Projektsommer" soll das ändern. Zum zweiten Mal haben Schüler des Ratsgymnasiums selbst gewählte Themen recherchiert und aufgearbeitet. Zum Abschluss wurden jetzt die Ergebnisse präsentiert.
Clarissa hat sich für die Hemisphären des Gehirns entschieden, Jakob nahm die Kultur und die Sprache der Goten unter die Lupe, Joris und Justus informierten sich über erdbebensichere Häuser, und Leo befasste sich mit den großen deutschen Philosophen Hegel und Schopenhauer. Ob es sich um ein gesellschafts-, sprach- oder naturwissenschaftliches Thema handelte, war bei der Themenwahl ganz egal. Es gab nur eine Voraussetzung: Die Schüler mussten sich aus eigener Motivation dafür interessieren - schließlich sollten sie sich anschließend auch ein halbes Jahr damit beschäftigen.
Das Projekt gehört zum Begabtenförderungsangebot des Ratsgymnasiums und hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattgefunden. Während der Recherchephase, die für die Schüler neben dem regulären Unterricht stattfindet, stehen ihnen Mentoren aus höheren Jahrgängen oder von der Universität Osnabrück zur Seite, die ihnen bei der Einarbeitung in das Thema helfen und die sie mit nützlichen Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten versorgen.
Jeweils im Herbst gibt es eine große Präsentationsveranstaltung, für die alle teilnehmenden Schüler ihre Rechercheergebnisse aufarbeiten und vor Publikum präsentieren. Im Zehn-Minuten-Rhythmus wurden Eltern, Lehrer und weitere interessierte Gäste dabei jetzt gekonnt in viele verschiedene Themengebiete eingeführt und teilweise auch zum Mitmachen und Miträtseln animiert.
Nach Aussagen von Robert Stutzenstein, der das Begabtenförderungsprojekt gemeinsam mit seinen Kollegen Heike Urban und Ben Seifert betreut, soll die dritte Projektsommerrunde bereits im kommenden Januar beginnen. Auch dann werden wieder 20 bis 30 Schüler aus unterschiedlichen Jahrgängen Gelegenheit haben, unter fachkundiger Anleitung zu recherchieren und herauszufinden, mit welchen Dingen sie sich vielleicht nach der Schule beschäftigen möchten. Auch deshalb findet der Projektsommer in Kooperation mit der Universität statt, die sich nicht nur mit eigenen Mentoren in das Programm einbringt, sondern auch Praxis- und Schnuppertage anbietet. So kommen die Teilnehmer in den Genuss, unterschiedliche Fachbereiche kennenzulernen und Uniluft zu schnuppern.
Ein Konzept, das aufgeht: Denn einige Teilnehmer der ersten und zweiten Projektsommer-Runde haben nach dem Programm bereits konkrete Vorstellungen für ihr späteres Studium oder Berufsfeld. Andere nehmen im Januar ein zweites Mal teil, um ein weiteres Gebiet kennenzulernen.
Die Mentoren sollen in Zukunft nicht mehr nur aus akademischen Berufen, sondern auch aus Unternehmen kommen, sagt Robert Stutzenstein. Das solle den Projektsommer aber keinesfalls in ein zweites Berufspraktikum verwandeln. Es gehe stattdessen darum, das Themenspektrum zu erweitern und einen noch größeren Alltags- und Praxisbezug herstellen.

Autor:
hiek


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