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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Schüler zeichnet, der Lehrer schreibt
Zwischenüberschrift:
Arbeitsheft über den Namensgeber der Schule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dennis Schallenberg hat das Arbeitsheft über den Namensgeber seiner Schule illustriert. Seine Liebe fürs Zeichnen hat der 16-Jährige im Kindergartenalter entdeckt. Foto: Stefanie Hiekmann
Osnabrück. Eine Schule zu besuchen, die sich mit dem Namen einer berühmten Persönlichkeit schmückt, ist die eine Sache. Auch zu wissen, wer sich hinter dieser Persönlichkeit verbirgt, wann und wie er oder sie gelebt hat, eine andere. An der Thomas-Morus-Schule gibt es jetzt ein Arbeitsheft, mit dem sich Schüler genau diese Informationen erschließen sollen. Die Macher des Heftes: ein Lehrer und ein Schüler.

Von Stefanie Hiekmann - Die Idee habe er schon länger im Kopf gehabt, sagt Michael Schwarzwald. Doch ein einfacher Schriftband über Thomas Morus sei wohl nicht das geeignete Medium, um seinen Schülern die Hintergründe über den Namensgeber ihrer Schule zu vermitteln. Die " besondere zeichnerische Begabung" einer seiner Schüler habe ihm nun den entscheidenden Ansatz gegeben, mit dem er sein Vorhaben in die Tat umsetzen konnte: Der Schüler illustriert, und der Lehrer schreibt den Text. Schließlich erleichterten Bilder den Zugang zu der nicht ganz einfachen historischen Materie enorm. Und wenn sie dann auch noch von einem Schüler der Schule selbst angefertigt werden, gebe es noch einen guten Grund, das Arbeitsheft in Angriff zu nehmen. Genau so haben Michael Schwarzwald und sein Schüler Dennis Schallenberg (16) es auch vor einem Jahr gemacht.
Inzwischen ist das 20-seitige Heft fertig und liegt als zweifacher Klassensatz in der Bibliothek der Schule. Unter dem Titel " Thomas Morus - Gewissenhaft Leben Lernen" sollte es für die Schüler einerseits um den Namensgeber der Schule gehen, genauso aber auch um Bezüge zur heutigen Zeit, sagt Michael Schwarzwald. Wie sieht es zum Beispiel mit dem weltbekannten Werk " Utopia" aus, das Morus im 16. Jahrhundert verfasst hat? Was halten Schüler von der darin beschriebenen Gesellschaft heute? Was denken sie über das gewissentreue Handeln von Thomas Morus, für das er letztendlich sogar hingerichtet wurde?
Für Realschüler Dennis Schallenberg war das außergewöhnliche Arbeitsprojekt, das er neben dem regulären Unterricht fertiggestellt hat, nicht nur sehr lehrreich, sondern auch ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu seinem Traumberuf: " Ich möchte auf jeden Fall in den Grafik- und Werbebereich gehen", sagt er.
Klar sei es da gut, die erforderlichen künstlerischen Begabungen in einer Bewerbung zu nennen - sie aber durch Arbeitsproben zu belegen noch ein ganzes Stück besser.
Für fünf Euro verkauft die Thomas-Morus-Schule auch Exemplare des Arbeitshefts außerhalb der Schule. Interessierte können sich in der Schule melden unter Telefon 05 41/ 96 29 43 17.

Autor:
Stefanie Hiekmann


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