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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Steinbrecheranlage am Limberg?
Zwischenüberschrift:
Anwohner fürchten Lärm und Staub
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rei Osnabrück. Am Limberg sorgen sich die Anwohner, dass eine Steinbrecheranlage die Wohngebiete mit Lärm, Staub und Verkehr belastet. Die Angst davor konnten die Planer der Stadt den Anwohnern bei einem Informationsabend zur Rahmenplanung auf dem ehemaligen Kasernengelände nicht nehmen.
Mit Bemerkungen wie " Ich habe jetzt ganz viel Angst" und " Jetzt ist es noch schlimmer als vorher" drückten die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße ihre Befürchtungen aus. Auskünfte darüber, ob die Stadt bereits weiß, welche Unternehmen Interesse haben, sich auf dem Kasernengelände anzusiedeln, hatten sie nicht bekommen.
Ein Anwohner hatte etwa erklärte, er wisse, dass " ein Tiefbauer, der auch Steinbrecheranlagen einsetzt", zwölf Hektar auf dem Gelände kaufen wolle. Auch den Namen des Unternehmens kenne er, wolle ihn aber nicht nennen, sagte der Mann. Dieser Einwurf wurde von Thomas Rolf, Projektleiter Konversion des Fachbereichs Städtebau, weder verneint noch bestätigt.
Der Rahmenplan, den Claudia Bierbaum vom Fachbereich Städtebau vorstellte, hält viele Möglichkeiten offen. Diese " möglichst flexible Planung" sei nötig, so Thomas Rolf. " Sonst könnten wir als Wirtschaftsstandort nicht mehr konkurrieren", sagte er.
Auf dem südlichen Teil des Kasernengeländes wollen die Stadtplaner Sport- und Freizeitanlagen sowie Grünflächen anlegen. Die nördliche Hälfte entlang der Vehrter Landstraße ist für Gewerbe und Dienstleistung vorgesehen. Zum Thema Lärmbelästigung sagte Claudia Bierbaum, dass sich laute Unternehmen im Osten ansiedeln könnten, da sie im Westen die Wohngebiete beeinträchtigen könnten. Welcher Lärm zulässig ist, schreibt der Gesetzgeber vor. Was die Geruchs- und Staubbelastung angeht, antwortete Claudia Bierbaum auf eine Frage, müsse das " über die konkrete Ansiedlung festgelegt" werden.
Die Teilnehmer gaben sich mit den allgemeinen Angaben nicht zufrieden. Ein Stadtteilbewohner forderte die Stadt zu " mehr Transparenz" auf. Sie solle mehr über das Unternehmen sagen, das Interesse an einer Ansiedlung auf dem Kasernengelände habe. " Ich finde es problematisch, dass der Oberbürgermeister nicht einmal die Branche nennt", sagte der Mann und zog einen Vergleich zu Stuttgart 21.
Dr. Gerald Jüttner, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Walter-Haas-Straße, forderte die Anwohner auf, ihre Bedenken frühzeitig zu äußern. " Dann sind unsere Chancen, eine eventuelle Klage zu gewinnen, größer", sagte er.
Für ein nicht sehr freundliches Gelächter sorgte Thomas Rolf unfreiwillig, als er im Namen der Stadt eine Infobroschüre zum geplanten Baugebiet " In der Gartlage" anpries. Im Grünen wohnen - das wollen die Limberg-Anwohner in ihren jetzigen Häusern.
Noch bis Mitte November können Einwände und Wünsche zur Limberg-Planung bei der Stadt eingereicht werden. Die Stellungnahmen werden vom Stadtentwicklungsausschuss am 2. Dezember besprochen.

Autor:
rei


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