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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sanierung so gut wie sicher
Zwischenüberschrift:
Schlosswallhalle: Alle Fraktionen wollen auch die große Tribüne erneuern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sollte der Rat noch im November grünes Licht für die Sanierung der Schlosswallhalle geben, könnte sie im April 2013 wieder öffnen. Foto: Gert Westdörp
S. Osnabrück. " Feuer frei", forderte Uwe Görte möller (SPD), Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses, zur Diskussion über die Schlosswallhalle auf. Unstimmigkeiten gab es allerdings nicht bei diesem Thema, sondern bei der Frage, ob der Neubau der Sporthalle des Gymnasiums Carolinum zwangsläufig zurückgestellt werden muss.
Mit einem nostalgischen Rückblick auf Freud und Leid, die er bei Spielen in der Schlosswallhalle erlebt habe, machte der Vorsitzende gleich klar, dass für ihn nur die Variante 2 b infrage kommt: Komplettsanierung mit Erneuerung der Tribüne für 700 Zuschauer für 7, 05 Millionen Euro. Eine Halle mit maximal 199 Zuschauerplätzen dürfe es für ein Oberzentrum wie Osnabrück nicht geben. Das wäre bei einer Minimalsanierung der Fall.
Nicht minder nostalgisch zeigte sich die stellvertretende Vorsitzende Irene Thiel (CDU), die sich im Namen ihrer Fraktion ebenfalls für die Variante 2 b aussprach. Probleme habe sie allerdings damit, dass der längst überfällige Neubau der Sporthalle des Gymnasiums Carolinum damit in weite Ferne rücke. Dort soll eine Zweifach-Halle im Passivhausstandard für 3, 8 Millionen Euro entstehen.
Denn wenn erst nach Fertigstellung der Schlosswallhalle das Carolinum an die Reihe käme, könnte es 2016 werden, bis die neue Sporthalle steht, rechnete die Ratsfrau vor. Denn nach dem Abriss der alten und zu kleinen Halle könne sich ein Neubau verzögern: Aufgrund der Lage der Halle geht die archäologische Denkmalpflege des städtischen Fachbereiches Kultur von einem archäologisch bedeutsamen Areal aus. Sondierungen und Ausgrabungen könnten bis zu neun Monate dauern.
Aus diesem Grund setzte sich auch Dieter Schwarze (FDP) dafür ein, das Carolinum etwas vorzuziehen. Vielleicht sei es möglich, den Abriss vor den großen Ferien zu erledigen, damit die Archäologen in der Sommerpause dort graben könnten.
Dass beide Hallen nacheinander und nicht parallel saniert und gebaut werden sollen, habe nicht ausschließlich finanzielle Gründe, sagte Hans-Georg Freund, Leiter des Fachbereiches Schule und Sport: In diesem Falle gebe es große Probleme für den Schul- und den Vereinssport. Die Schlosswallhalle sei allein für den Schulsport des Ratsgymnasiums montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr ausgelastet.
Die Schulen seien doch so flexibel, dass sie sicher eine Lösung fänden, setzte Brigitte Neumann (CDU) dagegen. Sie bat die Verwaltung, in dieser Sache mit beiden Gymnasien noch einmal Gespräche zu führen.
Ins Leere lief dagegen ein Antrag von Anke Jacobsen von den Grünen: Die Verwaltung sollte zusätzlich prüfen, ob und wo eine Großsporthalle errichtet werden könne. Der Antrag fand allein ihre Stimme. Gleichwohl signalisierte sie die Zustimmung der Grünen für die Variante 2 b bei der Schlosswallhalle.
Dass der Stadtsportbund nachdrücklich die Variante 2 b favorisiert, machte der Vorsitzende Wolfgang Wellmann deutlich: " Ansonsten wären wir heimat- und bürolos". Die große Sanierung umfasst auch die Räume für den Stadt- und den Kreissportbund.

Kommentar
Zustimmung
Von Ulrike Schmidt - Die Schlosswallhalle wird wohl ab 2013 wieder für populäre Sportgroßveranstaltungen zur Verfügung stehen. Auch ohne Entscheidung im Schul- und Sportausschuss signalisierten alle Parteien ihre Zustimmung zu der Komplettsanierung mit Erneuerung der Tribüne. Das Nachsehen hat dabei das Carolinum, das vermutlich länger auf seine neue Sporthalle warten muss. Auch wenn noch Gespräche mit der Schule geführt werden: Es scheint kaum möglich, gleichzeitig die eine Halle abzureißen und neu zu bauen und die andere zu sanieren, ohne den Schulsport empfindlich zu beeinträchtigen.

Autor:
S.


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