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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stiftung hilft Firmen beim Umweltschutz
Zwischenüberschrift:
Chance für Mittelständler
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das markante Gebäude der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück bietet ein Beispiel für eine umweltschonende und dennoch faszinierende und optisch ansprechende Bauweise.Foto: Lisa Ahlers
Das markante Gebäude der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück bietet ein Beispiel für eine umweltschonende und dennoch faszinierende und optisch ansprechende Bauweise.Foto: Lisa Ahlers
mlb Osnabrück. Innovative und beispielhafte Projekte fördern - dieser Aufgabe widmet sich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die in Osnabrück ihren Sitz hat. Seit 1991 fördert sie nicht nur Vorhaben von Wissenschaftlern, sondern auch von mittelständischen Unternehmen. Darunter sind auch Firmen in der Region Osnabrück und Emsland.
Immer mehr Fotovoltaik-Anlagen produzieren Strom auf deutschen Häuserdächern. Aber diese umweltfreundliche Art, Energie zu gewinnen, produziert auch Abfall, denn mit der Zeit lässt die Wirkung der Module nach. Sie müssen nach 20 Jahren ausgetauscht werden. Da die ersten Anlagen Ende der 1980er-Jahre installiert worden sind, rückt nun die umweltfreundliche Entsorgung in den Fokus. Für das Jahr 2020 werden laut DBU 35 000 Tonnen zu entsorgendes Material prognostiziert.
Zwar gibt es Initiativen der Fotovoltaikbranche, das Material zu recyceln - doch um es zu sammeln, bedarf es eines Rücknahmesystems. Hier setzt das Projekt der Hellmann Process Management GmbH an, das von der DBU mit 100 000 Euro gefördert wird.
Die Osnabrücker Firma will ein ökonomisch und ökologisch tragfähiges Logistikkonzept entwickeln. " Dabei wollen wir lokale und regionale Installateure sowie bereits vorhandene Entsorgungsstrukturen in das Rücknahmesystem einbinden", sagt Geschäftsleiter André Pohl. So soll die Sammelquote erhöht werden.
Dazu will Hellmann mit der Kummer Umweltkommunikation GmbH und dem Energy Center der Technischen Universität Darmstadt ein europaweites Konzept entwickeln, das zunächst in Deutschland und Spanien startet. " Unser Ziel ist, ein dichtes Netzwerk von Annahmestellen für Solarmodule zu schaffen", sagt Malte Dukat, Projektleiter bei Hellmann Process Management. Von den lokalen Sammelstellen sollen de fekte Fotovol taikanlagen schnell dem Recycling zugeführt werden.
" Mit dem Vorhaben der Firma Hellmann Process Management werden die Initiativen der Solarbranche, saubere und nachhaltige Energielösungen zu schaffen, sinnvoll unterstützt", erklärt Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der DBU.
In der Region Emsland fördert die DBU unter anderem Projekte in der Landwirtschaft. Eines davon dreht sich um Feldhäcksler, die sich zum Schlüsselelement in der Erntekette entwickelt haben. Sie ermöglichen - bei hoher Leistung - eine schnelle Befüllung der Silos, eine gute Qualität der Silage und geringe Verluste.
Die Maschinenfabrik Bernard Krone in Spelle im südlichen Emsland möchte den Energiebedarf der Feldhäcksler optimieren, zur Qualität des Häckselguts beitragen und auch zur Optimierung des Fahrantriebs selbst fahrender Feldhäcksler beitragen. In Kooperation mit dem Fachgebiet Technik und Pflanzenbau der Technischen Universität München hat das Unternehmen zwei Anträge bei der DBU gestellt, die mit jeweils 125 000 Euro gefördert werden.
Denn da die Feldhäcksler aus Kostengründen zumeist überbetrieblich eingesetzt werden, kann nicht für eine gleichbleibende Qualität garantiert werden. So fehlt beispielsweise die Möglichkeit, die Messerschärfe zu erkennen, die starre Koppelung der angetriebenen Bauteile kann den Wirkungsgrad verringern und zugleich den Energiebedarf steigern. Hier setzt eines der beiden Projekte an.
Der zweite Aspekt, den die Maschinenfabrik und die Forscher aus München verbessern wollen, ist der Fahrantrieb. Hier soll unter anderem durch die Umstellung von hydrostatischem auf elektrischen Antrieb der Primärenergieverbrauch um zehn Prozent im Exakt-Feldhäcksler reduziert werden. Die Bundestiftung Umwelt DBU ist eine der größten Stiftungen in Europa. Ihr Stiftungskapital in Höhe von 1, 3 Milliarden Euro stammt aus dem Verkauf der Salzgitter AG.
Internet: www.dbu.de »

Autor:
mlb


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