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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Keinen besseren Ort als diese Schule"
Zwischenüberschrift:
Friedensdenkmal steht jetzt an der Bertha-von-Suttner-Schule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
steb Osnabrück. Aus dem Abseits in den lebendigen Alltag: Das verwaiste Friedensdenkmal aus Hellern hat einen neuen Standort an der Bertha-von-Suttner-Realschule Osnabrück gefunden.
Das Denkmal sei " tägliche Erinnerung, dass Frieden in dem Maß entsteht, wie wir zwischenmenschlich miteinander umgehen", meinte Oberbürgermeister Boris Pistorius vor der Enthüllung.
Er lobte den Prozess zwischen Lehrern, Eltern und Schülern, die sich kürzlich auf eine Änderung des Schulnamens geeinigt hätten. Statt der Schriftstellerin Agnes Miegel, die nie eine Distanz zum Nationalsozialismus fand, habe man sich von der Schule aus auf Bertha von Suttner geeinigt, die wesentlich zur Verbreitung des Pazifismusgedankens beitrug.
Es gebe daher auch keinen besseren Platz als eine Schule, die sich erst nach einer Friedensnobelpreisträgerin umbenannt hat, betonte auch Schulleiter Martin Sandkämper. " Das Friedensdenkmal ist der letzte Schliff, das besondere Etwas, das unsere Schule nach der Namensänderung noch gebraucht hat", sagten die beiden Schülersprecher Moana Brockschmidt und Patrick Dellbrügge.
Zur Vorgeschichte: Der Osnabrücker Bildhauer Kai-Uwe Palmer hatte sich zu seinem Meisterstück anlässlich des 350-jährigen Jubiläums des Westfälischen Friedens inspirieren lassen. Die Deutsche Post AG erklärte sich 1998 bereit, das Denkmal in einem Friedensgarten neben ihrem Briefzentrum in Hellern zu platzieren. Doch die kleine Anlage geriet aus dem Blick, bis ein Osnabrücker die Neue OZ auf den Verfall des Denkmals hinwies. Damals beauftragte die Post den Denkmalschöpfer mit der Sanierung.
Zudem begann eine Diskussion auf den Internet-Seiten von OS-Nachbarn, wo künftig ein passender Standort zu finden sei. Die Bürger in Hellern plädierten für einen Verbleib in ihrem Stadtteil. Doch Schule, Stadt, Post und auch Bildhauer Palmer favorisierten die neu umbenannte Bertha-von-Suttner-Realschule. Die Kosten für die Umsetzung übernahm die Deutsche Post, so Pressesprecherin Maike Wintjen.
Das Denkmal aus Sandstein steht auf einer jetzt neuen Granitplatte mit der Aufschrift: " Pax Optima Rerum" (Der Friede ist das Beste der Dinge). Zu sehen ist auf der einen Seite jene Münze, die zum Friedensschluss 1648 geprägt wurde: Drei Tauben für Kaiser, Frankreich und Schweden, die Garantiemächte des Abkommens. Auf der Rückseite ist das Osnabrücker Rad zu sehen.

Autor:
steb


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