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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Altes Busdepot: Nur noch Trümmer
Zwischenüberschrift:
Auch die massivsten Betonbrocken werden in der Brecheranlage pulverisiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll Osnabrück. Vom alten Busdepot an der Augustenburger Straße sind nur noch Trümmer übrig. Eine Brecheranlage macht aus den schweren Betonbrocken faustgroße Stücke. Alles, was die Maschine ausspuckt, lässt sich noch auf irgendeiner Baustelle verwerten.
Acht Männer von der Abbruchfirma haben in den vergangenen Wochen mit schwerem Gerät die großen Hallen abgebrochen und die meterdicken Betonfundamente aus dem Boden gerissen. Sie arbeiten für die Firma Freimuth aus Bülkau bei Cuxhaven, aber sie kommen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Nur am Wochenende können sie bei ihren Familien sein. Deshalb leben sie in Wohnwagen auf der Baustelle.
Metallteile aussortiert
Bauleiter Frank Rohde schätzt, dass beim Abbruch 4000 bis 5000 Kubikmeter Bauschutt und Beton angefallen sind. Eine Halle nach der anderen wurde ausgeschlachtet und flachgelegt. Die Abbruchkolonne von der Firma Freimuth ist darauf spezialisiert, alle Materialien sauber voneinander zu trennen. Zuerst wurde die as best haltige Dacheindeckung in Handarbeit abmontiert und in feste Kunststoffsäcke verpackt. Dann wanderten Holzteile, Heizungsrohre und Stromkabel in getrennte Container. Der Berg aus Eisenschrott wächst von Tag zu Tag, weil auch die massivsten Betonteile pulverisiert werden. Zuerst mit Baggermeißel und Bröseler, dann mit der Brecheranlage. Ein Magnetband sortiert die Moniereisen aus dem Beton, der Rest wird je nach Größe ausgesiebt und strebt der Wiederverwertung entgegen, zum Beispiel als Befestigungsschicht im Straßenbau.
In etwa vier Wochen, so schätzt Vorarbeiter Norbert Lippert, wird nur noch eine ebene Fläche zu sehen sein. Dafür müssen aber noch einige Löcher - ehemalige Keller - mit Erde oder Sand verfüllt werden.
Die Stadtwerke haben das Busdepot vor fünf Jahren an die Sandbachstraße verlagert. Auftraggeber für die Abbrucharbeiten auf dem Gelände zwischen Augustenburger Straße und Ernst-Sievers-Straße ist die Baubecon Sanierungsträger GmbH, die im Auftrag der Stadt einen Investorenwettbewerb veranstaltet. Das Ergebnis wird in Kürze erwartet.
Auf dem Gelände des alten Busdepots soll ein anspruchsvolles Wohnprojekt entstehen. Einen großen Teil der Flächen will die Stadt aber an private Bauherren verkaufen.

Autor:
rll


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