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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
OB Pistorius ganz angetan von der Roten Linda
Zwischenüberschrift:
Leckeres zur Osnabrücker Kartoffelwoche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll Osnabrück. Süßkartoffelsuppe mit Kokos, lila Kartoffelsalat und rotes Kartoffelpüree - die erste Novemberwoche bietet sich an für exotische Geschmacksexperimente mit der Knolle. 18 Restaurants aus Osnabrück und Bramsche beteiligen sich an der Aktion von Help age, in der es um Artenvielfalt, Ernährungssicherung und die Weitergabe von überliefertem Wissen geht.
Die Osnabrücker Kartoffelwoche gehört zum Projekt " Kartoffelspuren", das die Hilfsorganisation Helpage mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) veranstaltet. Schon in den vergangenen Monaten haben Schulklassen aus Osnabrück, Glandorf und Mettingen am Beispiel der nahrhaften Knolle gelernt, was Artenvielfalt auch in geschmacklicher Hinsicht bedeuten kann.
Wer bei uns gerade mal drei Kartoffelsorten aufzählen kann, mag sich wundern, dass es weltweit über 7000 Sorten gibt. Vor allem in Peru, dem Ursprungsland der beliebten Knolle, gibt es eine bunte Fülle an Erdäpfeln. Sie sind angepasst an die jeweilige Höhenlage, den Boden und das Klima. Die Inka haben sie kultiviert.
" Diese Vielfalt ist bedroht", sagt Helpage-Geschäftsführer Michael Bün te. Klimawandel und einseitige Marktorientierung ließen die Zahl der Kartoffelsorten schrumpfen. Aber auch durch den Bürgerkrieg in Peru sei es zu einem spürbaren Schwund gekommen.
Auf solche Zusammenhänge will das Hilfswerk hinweisen, das sich vor allem für ältere Menschen in der Dritten Welt einsetzt. Den Alten falle die wichtige Rolle zu, das oftmals verschüttete Wissen über den Anbau und die Verarbeitung der verschiedenen Kartoffelsorten an die jüngeren Generationen weiterzugeben, vermerkt Bünte.
Helpage Deutschland unterstützt mit einem Projekt alte Bauern in Peru, die dafür sorgen, dass die traditionellen Sorten nicht aussterben. Damit soll auch ein Beitrag zur Ernährungssicherheit in der Dritten Welt geleistet werden.
Das Hilfswerk, das seinen Sitz in Osnabrück hat, lädt zugleich Feinschmecker, Hausfrauen, Wochenmarktbesucher und Schüler ein, sich die Kartoffelvielfalt auf der Zunge zergehen zu lassen. Dafür bietet sich die Osnabrücker Kartoffelwoche an, die von Oberbürgermeister Boris Pistorius unterstützt wird. Beim Vorstellungstermin im Rathaus fand der OB gleich Gefallen an der Roten Linda, deren Färbung sich auch auf die inneren Werte bezieht.
18 Restaurants bieten vom 1. bis zum 7. November ausgefallene Gerichte mit biologisch angebauten Kartoffeln aus der Region an. Wer schon immer einmal ausgefallene Sorten wie Salad Blue, Bamberger Hörnchen oder Vitelotte probieren wollte, bekommt jetzt Gelegenheit dazu. An der Kartoffelwoche beteiligen sich folgende Lokale: Bistro Kraut und Rüben, Cafeteria-Trattoria am Rathaus, Frickes, Garbo (Cinema-Arthouse), Gasthof Zu den Linden, Idingshof (Bramsche), Kartoffelhaus, Lagerhalle, Nil, Pizza Poldi, Planeta Sol, Ratskeller, Rosendahls, Speisezimmer (Osnabrückhalle), Vereinshaus Deutsche Scholle, Weinkrüger, Zum Alten Dreschhaus (Kalkriese) und Zum Amtsrichter (Malgarten).

Autor:
rll


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