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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Modernes Zentrum mit Buchstaben-Salat
Zwischenüberschrift:
Berufsbildende Schulen an der Brinkstraße werden 50 Jahre alt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Kerstin Balks - Osnabrück. Beim Schulleiter vibriert der Boden und lässt die Löffel auf den Untertassen klappern. Ein neuer Parkplatz soll an der Rückseite des Verwaltungsgebäudes entstehen, das Vibrieren im Büro von Johannes Brockmeyer kommt vom Rüttler, der die Schotterschicht, den Unterbau der Parkfläche, verdichtet. Wieder einmal wird gebaut an der Brinkstraße. Auch das Verwaltungsgebäude selbst wurde erst vor wenigen Jahren erweitert - aufgestockt, um genauer zu sein. Es ist übrigens das einzige Gebäude des Berufsschulzentrums, von dem kein Buchstabe prangt. Die anderen Gebäude tragen große Lettern, wobei deren Anordnung nicht dem Alphabet entspricht. Sie ist vielmehr historisch gewachsen und zeigt die Reihenfolge, in der in den vergangenen 50 Jahren die Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Brinkstraße erweitert wurden.
Die Metallberufsschule, die 1960 das heutige Gebäude A bezog, musste bereits 1970 um Haus B erweitert werden. Dann, nach dem Umzug der Agnes-Miegel-Realschule auf das Gelände des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums, wurde 1982 das dadurch frei werdende Gebäude als Haus C " annektiert". Dort entstanden Klassenräume für das technische Gymnasium, Laborräume für Chemie, Augenoptiker und Goldschmiede sowie neue Werkstätten für die elektrotechnische Grundbildung. 1995 kam Haus D mit zahlreichen neuen Labor- und Medienräumen hinzu, 1999 bezogen die BBS die untere Etage der General-Martini-Kaserne als Haus E mit Laborräumen für Mechatronik und Automatisierungstechnik. 2000 wurde das Haus C um einen Labortrakt für die Fahrzeugtechnik erweitert. 2005 schließlich wurde die neue Verwaltung, 2008 eine neue Sportanlage und im Jubiläumsjahr das Haus F mit einer neuen Metallwerkstatt und einem CNC-Trakt bezogen.
Für November 2010 ist die Eröffnung des Innovations- und Zukunftszentrums für Mechatronik- und Robotiksysteme im Gesamtgebäude E vorgesehen. Zugleich erhält das Schülerforschungszentrum in diesem Gebäude eigene Räume. Der Landkreis Osnabrück hat somit in den vergangenen Jahrzehnten mit großem finanziellen Engagement für ein modernes Aus- und Weiterbildungszentrum an der Brinkstraße Sorge getragen.
Gleichzeitig sind die zahlreichen baulichen Veränderungen bezeichnend für den Wandel, den die technischen Berufe erfahren haben. Dort, wo früher in erster Linie Schlosser, Dreher, Elektriker und Kraftfahrzeugmechaniker zur Berufsschule gingen, entstand ein Kompetenzzentrum rund um die Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik, IT, Fahrzeugtechnik, Versorgungstechnik, Produktdesign, Naturwissenschaften und Mechatronik, aber auch Augenoptik und Goldschmiede, welches von 4300 Schülern frequentiert wird. Ausgehend davon, dass Berufsschüler nur an einem oder zwei Tag( en) die Woche die Schule besuchen, sind es immer noch rund 2000 Jugendliche, die täglich zum Unterricht an die Brinkstraße kommen. Denn neben den Azubis aus den Betrieben sind es die Schüler der Vollzeitschulformen, die hier zur Schule gehen. Etwa die Schüler der Berufsfachschule, der Fachoberschule, des technischen Gymnasiums oder der Technikerschule in Vollzeitform. Darüber hinaus ist die Schule auch offen für Europa: Die Europäisierung der Berufsausbildung wird an der Brinkstraße durch Partnerschaften mit Schulen in Ungarn, Norwegen, Dänemark, der Türkei und den Niederlanden unterstrichen.

Autor:
Kerstin Balks


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