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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Biogas - Fluch und Segen für die Bauern
Zwischenüberschrift:
CDU/UWG-Gruppe im Kreistag stellt Strategiepapier vor - Alternative Fotovoltaik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fr Melle. Wie gelingt es, den Zuwachs an ausschließlich auf Mais basierendem Biogas zu bremsen, die normale Landwirtschaft gegenüber solchen Anlagen konkurrenzfähig zu machen und die Resonanz und Akzeptanz bei der Bevölkerung für Biogas-Anlagen zu halten? Mit einem Strategiepapier, das am Wochenende seinen Feinschliff erhielt, will die CDU/ UWG-Gruppe Lösungen entwickeln.
Gruppenmitglieder, Kreisrat Winfried Wilkens, Landwirte und Vertreter des Landvolkes berieten die Vorlage auf dem Hof Altemöller in Wellingholzhausen. Werner Altemöller und sein Sohn Christoph errichten dort gerade eine Biogas-Anlage.
Gruppenvorsitzender Georg Schirmbeck verwies auf das Strategiepapier, das von einer Facharbeitsgruppe unter Leitung von Kreistagsmitglied Ulrich Wienke er arbeitet worden war. Darin heißt es: " Nicht nur gefühlt haben sich die Pachtpreise im Landkreis Osnabrück erhöht, auch die Landschaft ? vermaist? durch vermehrten Biogas-Anbau." Es werde Zeit, dass die Politik über die Gesetzgebung Einfluss nehme und Stellschrauben verändere, so Schirmbeck. Die großen industriellen Anlagen ließen sich über Bebauungspläne steuern, nicht aber die kleineren Anlagen der Landwirte, die als privilegierte Bauvorhaben gelten.
Wilkens machte deutlich, dass es nicht darum gehe, Biogas-Bauern das Leben schwer zu machen. " Wir wollen landwirtschaftlichen Unternehmern auch weiterhin den Rücken stärken, dabei aber auch andere Lösungen aufzeigen. Nach Wilkens? Angaben gibt es 3000 Landwirte und momentan 65 Anlagen im Landkreis. Sie benötigten zur Versorgung zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Aber: " Eine vierstellige Anzahl von Interessenten steht vor der Tür."
Die CDU/ UWG-Gruppe will daher gemeinsam mit der Verwaltung und dem Landvolk ein Wärmekonzept erarbeiten, das unter anderem die Kooperation mehrerer Landwirte bei der Biogas-Produktion vorsieht, den Einsatz von Gülle forciert und alternative Pflanzen für die Produktion durch die Hochschule Osnabrück untersuchen lässt. Außerdem wird empfohlen, den Landwirten die Flächenfotovoltaik als Alternative zu Biogas schmackhaft zu machen. " Fotovoltaik benötigt nur zehn Prozent dessen an Fläche, was eine Biogas-Anlage braucht", so Wilkens. Die Gruppe will ihr Strategiepapier den anderen Fraktionen im Kreistag zur Beratung zuleiten. " Wir brauchen eine möglichst breite Basis dafür", betonte Schirmbeck.

Autor:
fr


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