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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Experte hilft beim Energiesparen
Zwischenüberschrift:
Die Stadt punktet mit der Idee eines"Quartiersanierungsbetreuers"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer Energie sparen will, beginnt damit am besten zu Hause. Denn bei der Wärmedämmung und den Heizkosten gibt es noch die größten CO2-Einsparpotenziale. Wie es geht, soll demnächst ein" Quartiersanierungsbetreuer" aufzeigen: ein Modellprojekt der Stadt Osnabrück, vom Land Niedersachsen mit 50 000 Euro gefördert.
Von Frank Henrichvark - Andreas Winterkemper ist seit einem Jahr als Osnabrücker Klimaschutzmanager tätig. Er hat das Projekt" Quartierentwicklungskooperation mithilfe eines eigenen Quartiersanierungsbetreuers" ausgetüftelt. Die Idee geht dabei auf das Wuppertaler Öko-Institut zurück, das bereits 2008 eine Liste von zwölf Vorschlägen zur CO2-Reduktion für Osnabrück erarbeitet hat.
Neben Vorschlägen zur Energieeinsparung bei städtischen Gebäuden und der Umstellung des Behörden-Fuhrparks auf Erdgas oder (das wichtigste, weil effektivste, aber leider gescheiterte Projekt) der Verbrennung des Herhof-Mülls in einem Heizkraftwerk regte das Öko-Institut damals auch die modellhafte Arbeit eines Quartiersmanagers an.
" Wir denken an einen Architekten, Bauingenieur oder Energieberater, der ein spezielles Wohnquartier betreut", so erläutert Andreas Winterkemper:" Er soll Kontakt zu den Eigentümern aufnehmen, bei anstehenden Modernisierungen beraten, Ausschreibungen vorbereiten und vielleicht auch die Arbeiten koordinieren." Die Überlegung dabei: Wenn sich mehrere Hauseigentümer für einen Anbieter entscheiden, könnte es für alle bei der Wärmedämmung, beim Austausch von Fenstern oder der Heizungsmodernisierung billiger werden.
Modernisierungsberater gibt es zwar auch jetzt schon, neu ist aber der Blick auf ein ganzes Wohnquartier:" Wir wollen damit ganz bewusst auf die Hauseigentümer zugehen, ihnen ein Angebot machen", so Winterkemper. Als unabhängiger Berater könne der Quartiersanierungsbetreuer Vertrauen schaffen und den Eigentümern Planungs sicherheit geben. Ein wichtiger psychologischer Aspekt, gerade wenn es um die Akzeptanz für den Gedanken der Investition in Energieeinsprung geht.
Denn als Einsatzgebiet für den Quartiersanierungsbetreuer haben Winterkemper und sein Kollege Karsten Timmermann im Fachbereich Umwelt derzeit entweder das Sanierungsgebiet um den Rosenplatz oder eine frühere Britensiedlung etwa in der Dodesheide oder am Sonnenhügel ins Auge gefasst.
Beide Viertel seien für das Modellprojekt hervorragend geeignet: dichte Bebauung mit Mehrfamilienhäusern oder Reihenhaus-Zeilen, zugleich ein hoher Sanierungsbedarf oder Sanierungsstau aus den zurückliegenden Jahren. Hinzu komme gerade bei den früheren Britenwohnungen, dass sich aktuell ein Eigentümerwechsel in großem Stil ergibt:" Gerade Hauskäufer sind erfahrungsgemäß am Thema der energetischen Sanierung ihrer Immobilie sehr interessiert."
Deshalb ist das Projekt beim niedersächsischen kommunalen Klimaschutzwettbewerb" Klima kommunal 2010" mit 50 000 Euro ausgezeichnet worden. Am 27. Oktober werden Umweltminister Hans-Heinrich Sander und Sozialministerin Aygül Özkan die Preiseübergeben. Wesentliche Kriterien waren Energieeffizienz und CO2-Vermeidung, die Einbeziehung der Öffentlichkeit sowie der innovative Charakter und die Vorbildfunktion für andere Kommunen.

Autor:
Frank Henrichvark


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