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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke zu schnell, Stadt zu langsam
Zwischenüberschrift:
Rehmstraße: Baustellenärger
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit der Koordination ihrer Baustellen tun sich die Stadt und die Stadtwerke immer noch schwer. Neuestes Beispiel: In der Rehmstraße muss die Fahrbahn mit einer provisorischen Asphaltdecke verschlossen werden, weil die Pläne für den endgültigen Ausbau noch nicht fertig sind. Erst Mitte 2011 wird es dann wohl weitergehen.
Von Rainer Lahmann-Lammert - Anfang Dezember wollen die Stadtwerke mit der Erneuerung von Schmutz- und Regenkanal fertig sein, aber dann tut sich eine zeitliche Lücke auf. " Der Planungs- und Abstimmungsprozess für die Straßenoberfläche hat sich länger hingezogen", bedauert Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau. Die Verzögerungen hätten sich durch Umplanungen und interne Beteiligungsschritte ergeben.
Solche Kalamitäten sollte eigentlich die Koordinierungsstelle zwischen Stadt und Stadtwerken verhindern. Auf beiden Seiten ist ein Mitarbeiter dafür zuständig, dass die Ablaufpläne für die Baustellen so gut wie möglich aufeinander abgestimmt werden.
Alle acht Wochen setzen sich die beiden Koordinatoren zusammen, um für die langfristigen Projekte eine gemeinsame Zeitschiene zu finden. Die Stadt baut die Straßen, die Stadtwerke sind für die Ver- und Entsorgungsleitungen zuständig. Kurzfristige Veränderungen werden kontinuierlich in die Baustellenfahrpläne aufgenommen. In den meisten Fällen funktioniere das gut, sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. Stadtbaurat Wolfgang Griesert sieht es genauso. Leider, so räumt er aber ein, gebe es immer wieder unliebsame Überraschungen, zum Beispiel weil mehr Anschlüsse ausgetauscht werden müssten. Solche Unwägbarkeiten seien ärgerlich, aber nicht zu vermeiden. Und dann liefen die Zeitpläne auseinander.
Erst Ende September hatte die CDU im Rat den Antrag gestellt, den Kanal- und Straßenbau besser zu koordinieren. Mit dem Thema wird sich demnächst der Stadtentwicklungsausschuss befassen. Dabei hatte es schon im Dezember 2006 einen Ratsbeschluss mit dem gleichen Ziel gegeben. Und im Mai 2007 kündigten Stadt und Stadtwerke in einer gemeinsamen Pressekonferenz an, dass die Koordination in Zukunft besser funktionieren werde.
Kurz zuvor hatte es massive Beschwerden über die fehlende Abstimmung bei den Bauarbeitern an der Albrechtstraße gegeben. Mit einem " Handlungskatalog Baustellenmanagement" sollte das Problem fortan aus der Welt geschafft werden. Die Stadt versprach zusätzliche Zeitpuffer und flexiblere Investitionsplanungen, die Stadtwerke verpflichteten sich, kleinere Straßenreparaturen gleich mitzuerledigen. Und auf die Baufirmen sollte mehr Druck ausgeübt werden, die Termine zu halten.
Unzureichende Koordinierung verursacht nicht nur Ärger, sondern auch Kosten. Die provisorische Fahrbahndecke für die Albrechtstraße und ihre anschließende Entfernung kosteten 40 000 Euro. Fachleute kalkulieren das jährliche Einsparpotenzial beim Straßenbau in Osnabrück mit einer sechsstelligen Summe, wenn optimal zusammengearbeitet würde.

Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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