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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fast jeder Neunte ohne Abschluss
Zwischenüberschrift:
Osnabrück schneidet schlecht ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll Osnabrück. Fast jeder neunte Jugendliche in Osnabrück schafft nicht einmal den Hauptschulabschluss. Bei einem bundesweiten Vergleich, den der Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ermittelt hat, schneidet die Stadt Osnabrück deutlich schlechter ab als die Nachbarstädte oder der Landkreis Osnabrück.
Klemms Untersuchung offenbart, dass die Quote der Bildungsverlierer in den ostdeutschen Regionen am höchsten ist - in der Stadt Wismar bekommt fast jeder vierte Schulabgänger keinen Abschluss. Auch Osnabrücks Partnerstadt Greifswald gehört mit 22, 8 Prozent zu den Problemzonen des Schulbetriebs.
Osnabrück steht zwar deutlich besser da, aber mit einer Quote von 10, 5 Prozent gehört die Stadt zu den Schlusslichtern der Region. Welche Gründe mag es dafür geben? Osnabrücks Schuldezernentin Rita Maria Rzyski wurde gestern von der Bertelsmann-Studie überrascht. " Uns beunruhigt das natürlich", erklärte sie in einer ersten Stellungnahme. Die Nachricht platze ausgerechnet in eine Zeit, in der die Stadt intensiv versuche, mit dem Programm " Lernen vor Ort" das Bildungsmonitoring voranzubringen. Über die Gründe für das schlechte Abschneiden der Stadt wolle sie nicht spekulieren, erklärte Rzyski - " wir werden nach den Hintergründen fragen". Verwundert zeigte sich die Schulsenatorin aber über einen Punkt: Nach den Erhebungen der Stadt dürfte die Quote der Hauptschulabgänger ohne Abschluss bei nur 6, 73 Prozent liegen.
Vielleicht zeigt sich hier schon ein Problem der Statistik, auf das Klemm in einer Fußnote eingeht: In Städten mit hohem Pendleranteil kann es bei der Quotenberechnung zu Verzerrungen kommen. Das gilt zwar nicht für Hauptschulen, deren Einzugsgebiet mit dem Wohnbezirk identisch ist, wohl aber für Förderschulen. Einrichtungen wie die Schule an der Rolandsmauer oder die Montessorischule haben ein Einzugsgebiet, das weit in den Landkreis reicht.
In seiner Untersuchung stützt sich Bildungsforscher Klemm auf Zahlen von 2008. Das niedersächsische Kultusministerium bezeichnet die in der Studie genannte Landesquote als veraltet. In einer Stellungnahme weist Pressesprecherin Corinna Fischer darauf hin, dass sie von 10, 3 Prozent im Jahr 2003 auf 6, 3 Prozent im Jahr 2009 gesunken sei. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, lernschwache Schüler besonders an den Hauptschulen stärker zu fördern. Mehr Wochenstunden in den Kernfächern, kleinere Klassen an Hauptschulen und mehr Praxistage hätten sich positiv ausgewirkt. Ziel müsse es aber sein, auf unter fünf Prozent Schulabbrecher zu kommen.
Die Ministeriumssprecherin weist darauf hin, dass in Niedersachsen zwölf Jahre Schulpflicht gelten. Wer die Hauptschule ohne Abschluss verlasse, habe im berufsbildenden Schulsystem noch Chancen, einen Abschluss zu erwerben. Zur Situation in Osnabrück wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

Autor:
rll


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