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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Mit weniger Köpfen mehr Leistung erzielen"
Zwischenüberschrift:
Expertenmeinungen beim Bildungskongress
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
steb Osnabrück. Den Handlungsbedarf machte Zukunftsforscher Daniel Dettling deutlich: Die Zahl der Erwerbstätigen wird sich bis 2040 halbieren. Angesichts dieser Entwicklung hatten Stadt und Landkreis Osnabrück zum Bildungskongress eingeladen. Deutlich wurde in der Veranstaltung, dass für Kindergärten, Schulen, Bildungsträger, Unternehmen und Politik Bildung ein Lösungsweg ist, um die Herausforderungen bewältigen zu können.
Der demografische Wandel führe bereits heute zu einem Mangel an Fachkräften, meinte Dettling. Der Politikberater aus Berlin skizzierte in seinem Vortrag das Szenario: " Die Unternehmen müssen mit weniger Köpfen mehr Leistung erzielen", so Dettling. Es gelte deshalb die " stillen Reserven" - Dettling zählt dazu Alleinerziehende, junge Migranten und Ältere - über " Bildung und Anreize" in den Arbeitsmarkt zu integrieren. " Aus sozialer, individueller und ökonomischer Perspektive muss aus jedem Kopf etwas gemacht werden", forderte Dettling.
Die Bildung des Einzelnen stellte auch Ulrich Müller aus Ludwigshafen in das Zentrum seiner Zukunftsvision. Der Professor für Bildungsmanagement wies " Kommunen und Regionalverbunde" fortan die Rolle zu, als " dritter Akteur zusammen mit den etablierten privaten und staatlichen Bildungsinstitutionen", Lernprozesse in allen Lebenslagen mitzugestalten.
Die 250 Erzieher, Lehrer, Bürgermeister sowie die Vertreter von Weiterbildungsträgern und von Arbeitgeberverbänden unterrichteten sich während des Kongresses ebenso in verschiedenen Fachforen. Neueste Erkenntnisse der Hirnforschung und ihre Bedeutung für die Praxis in Bildungseinrichtungen wurden dabei ebenso diskutiert wie aktuelle Projekte einer bewegungsorientierten Sprachförderung.
Die Wissenschaftlerin Jutta Rump fragte etwa in ihrem Fachforum: " Wie können Jugendliche auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet, wie kann Beschäftigungsfähigkeit lebenslang gefördert und erhalten werden?"
Der von der Bohnenkamp-Stiftung mit 15 000 Euro finanzierte Bildungskongress ist Teil des dreijährigen Projektes " Lernen vor Ort". Sowohl die Stadt Osnabrück als auch die Verwaltung am Schölerberg sind Teilnehmer des Vorhabens, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Europäischen Union gefördert wird.
In Osnabrück verfolgt man laut Koordinator Helmut Schröder beispielsweise das Ziel, zur " Hebung der Humanressourcen" alle Bildungsakteure an einem Tisch zu versammeln. Im Landkreis will man etwa so früh wie möglich mit Bildungsmaßnahmen beginnen, führte Kreisrat Matthais Selle aus. Zudem wolle man die Übergänge vom Kindergarten bis zur Berufsschule reibungsloser gestalten.

Autor:
steb


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