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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ein Klischee wächst sich aus
Zwischenüberschrift:
Kleingartenvereine der Region zeigen im Bad Essener Kurpark die Vielfalt ihrer Passion
Artikel:
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Originaltext:
Bad Essen. Laubenpieper und Schrebergärten - unweigerlich denkt man an Gartenzwerge und geranienbehängte Wagenräder, die akkurat umzäunte Parzellen zieren. Doch Kleingärtner gleich Kleingeister - diese Gleichung geht nicht auf. Im Gegenteil: Es ist wieder in, das Wochenende in der Laubenkolonie zu verbringen, gerade bei jungen Familien steigt die Nachfrage nach einem Kleingarten. Sie schätzen den Wohnwert urbaner Infrastruktur und pachten sich ihr Gartenparadies am Stadtrand einfach hinzu, wie Trendforscher herausgefunden haben wollen.
- Herrlich, so ein sonniges Plätzchen auf der Gartenbank mit Kaffee und der Zeitung dazu. Lothar Kosch und Daniel Beulting haben es sich redlich verdient, leisten sie doch während der Landesgartenschau in Bad Essen ehrenamtlichen Dienst - sowohl gärtnerisch wie auch als Ansprechpartner für Besucher des Muster-Kleingartens im Bad Essener Kurpark. " Diesen Service haben die im Bezirksverband Osnabrück zusammengeschlossenen Kleingartenvereine aus Osnabrück, Belm, Dissen, Melle und Wallenhorst für die Dauer der Landesgartenschau untereinander aufgeteilt. Auch die Planung der Anlage war ein Gemeinschaftsprojekt", erklärt Lothar Kosch. Gegenseitige Hilfe, etwa bei größeren Gartenprojekten, sei ohnehin ein wesentlicher Aspekt der Vereinszugehörigkeit, ansonsten werden aber in den Gartenkolonien Intimität und Individualität gewahrt, betonen beide Hobbygärtner.
Indes: Der Individualität sind gewisse Grenzen gesetzt; allzu viel Beliebigkeit wird von vornherein durch das Bundeskleingartengesetz vereitelt. Dieses schreibt nämlich ziemlich exakt vor, was auf der angepachteten Scholle, die im Allgemeinen immerhin die Größe eines durchschnittlichen Reihenhausgartens besitzt, sein darf und was nicht. " Ein Drittel Nutzgarten, ein Drittel Rasen und Zierpflanzen, ein Drittel bauliche Nutzung, wie Laube, Freisitz oder Pergola - diese Einteilung ist vorgeschrieben", erläutert Heinz-Jürgen Glässer, Vorsitzender des Osnabrücker Bezirksverbandes der Kleingärtner, der immerhin 2700 Mitglieder zählt (deutschlandweit sind es übrigens eine knappe Million). Und so gedeihen in der Anlage im Kurpark denn auch vorschriftsmäßig Majoran und Kopfsalat, Blumenkohl und Kürbisse, Äpfel und Johannisbeeren - kurzum das ganze Sortiment der Gartenfrüchte, über die man sich heute ebenso sehr freut wie in der viel zitierten " armen Zeit" nach dem Krieg, als der Ertrag im Vordergrund stand und die Keller mit Eingemachtem aus dem Haus- oder eben dem Kleingarten eifrig gefüllt wurden. Später dann wohl mitunter auch unter Einsatz von Fungi- und Herbiziden sowie anderen chemischen Stoffen.
Das sei heute anders, denn nur das, was man selbst säe, pflege und ernte, könne man wirklich ökologisch kontrollieren. " Da weiß ich, dass es sich tatsächlich um Bio-Ware handelt", so Glässer. Wer sich heute die Mühe mache, Obst und Gemüse zum Eigenverzehr anzubauen, verzichte bewusst auf chemischen Pflanzenschutz, sondern setze auf Nützlinge, ist sich Glässer sicher und verweist auf das Insektenhotel, das natürlich auch in der Bad Essener Anlage seinen Ehrenplatz hat. Nicht erlaubt gemäß Kleingartengesetz sind dagegen die Zwergkaninchen, die sich hier in ihrem Kaninchenstall aber ebenfalls wohlzufühlen scheinen. Glässers Ansicht dazu ist verständnisvoll, wenn auch nicht gesetzeskonform: " Auch Kinder sollen Freude am Garten haben, und da gehören Streicheltiere nun mal dazu." Am Kohl, davon sei auszugehen, knabberten doch nur die Wildkaninchen.

DAS LANDESGARTENSCHAU-PROGRAMM FÜR DIE NÄCHSTEN TAGE

Samstag, 2. Oktober: Blumenhallenschau Von den Farben des Herbstes″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Land unter…″, ganztägig, Forum Natur; Konzert mit Chorios″ aus Wallenhorst, 11 Uhr, Waldbühne; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; mittelalterliche Vorführungen von Salientes fori″, 14 bis 17 Uhr, NDR-Garten/ Schloss Ippenburg; Konzert mit dem Gospelchor Arenshorst, 15 bis 16 Uhr, Himmelsterrasse; Konzert mit dem Kolping-Blasorchester Emsdetten, 15 Uhr, Waldbühne; Matinee mit Steve Kennedy, 16 Uhr, Rasenfläche an der Sole-Arena.
Sonntag, 3. Oktober: Blumenhallenschau Von den Farben des Herbstes″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen des Slow Food Conviviums Osnabrück, 11 bis 16 Uhr, Gartenküche im Küchengarten/ Schloss Ippenburg; Hits for Kids Landart/ Kunst in und mit der Natur, 13 bis 16 Uhr, Forum Natur; Fanfarenmusik vom Schlossbalkon Musikverein Neuenhaus, 13 Uhr, Schloss Ippenburg; Königinnentag zehn Königinnen werden mit ihrem Gefolge durch die Gärten wandeln (um 13.30 Uhr ist ein königliches Tafeln in der Schlosshalle geplant); Volkstanzgruppe Remsede, 13.30 Uhr, Waldbühne; Gottesdienst, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Konzert zum 9. Kreismusikfest des Kreismusikverbands Osnabrück-Land, 15 Uhr (Musikcorps Belm) sowie 16 Uhr (Spielmannszug Vehrte), Waldbühne; Konzert mit Jacobs Gospel Singers aus Osnabrück, 15 Uhr, Solepark; Apfeltag unter anderem mit dem Wettbewerb Wer hat den schwersten Apfel? und vielen Aktionen; Benefizkonzert Spes Viva 2010″, 17 bis 19 Uhr, Schloss Ippenburg.
Montag, 4. Oktober: Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Einfach kochen Lecker essen mit dem Bad Essener Urmeersalz, 12 Uhr, Gartenküche im Küchengarten/ Schloss Ippenburg.
Dienstag, 5. Oktober: Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen des Dehoga-Kreisverbands Wittlage, 11 Uhr, Gartenküche im Küchengarten/ Schloss Ippenburg.
Mittwoch, 6. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Blumige Geschichten, 14.30 bis 15.30 Uhr, Himmelsterrasse.
Donnerstag, 7. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Mit dem Förster in den Wald…″, 14 bis 15.30 Uhr, Forum Natur (Referent ist Horst Wieting, Waldpädagogikzentrum Ahlhorn); Lesung Gedanken zwischen Himmel und Erde, 14.30 bis 15.30 Uhr, Himmelsterrasse.
Freitag, 8. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste!″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen des Deutschen Hausfrauenbunds Bad Essen, 11 bis 16 Uhr, Gartenküche im Küchengarten/ Schloss Ippenburg; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse.
Autor:
Kerstin Balks


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