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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die bellende Meute vorweg
Zwischenüberschrift:
Rund 60 Reiter folgten bei der Schleppjagd den Foxhounds
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
klu Osnabrück. Hörnerklang und das Geläut der Hunde begleiteten am Samstag die herbstliche Reitjagd des Reitervereins Osnabrück. Neben der Freude an dem stimmungsvollen Erlebnis konnten die Veranstalter auch ein rundes Jubiläum feiern, denn es war die 40. Schleppjagd, zu der sie geladen hatten.
Zufrieden blickt Jagdherr Werner Tröbs in den verhangenen Himmel, von dem bis vor einigen Minuten noch ein leichter Nieselregen kam und die Wiesen hinter dem Hof Kolkmeier aufgeweicht hat. " Ideales Wetter", konstatiert er, " schön kühl, da sind die Hunde schnell".
Rund sechzig Reiter folgten dieses Mal den Foxhounds der Cappenberger Meute über die etwa 18 Kilometer lange Jagdstrecke. Ausgehend vom Hof Kolkmeier in Atter ging es in Richtung Düte. Wie gewohnt legten die Reiter einen Zwischenstopp im Gut Leye ein, wo ein Marketenderwagen Getränke und Essen zur Stärkung bereithielt. Anschließend ging es weiter in Richtung Rubbenbruchsee, zum Anwesen der Familie Tröbs, " da gibt es traditionell einen Bärwurztrunk", erklärt Werner Tröbs. Auf dem Hof Kolkmeier ließ die Jagdgesellschaft die Reitjagd bei " Schluck und Bier" auf der Diele ausklingen.
" Durch den Wald zu reiten, und die läutenden Hunde laufen vorweg", es sei diese besondere Atmosphäre, die den Zauber einer solchen Jagd ausmachen, erklärt Jagdherr Tröbs schmunzelnd: " Diese kleine Lust am Abenteuer." Glücklicherweise sei in der vierzigjährigen Geschichte ihrer Jagd nie ein ernsthafter Unfall passiert. Hier und da mal ein Knochenbruch - einer habe mal 14 Tage im Krankenhaus gelegen, weil er sich bei einem Sturz den Oberschenkel gebrochen hatte, " aber das kann ihnen auch passieren, wenn sie die Treppe runterfallen".
Die Schleppjagd führt eine jahrhundertealte Tradition fort. Vor allem an den Fürstenhöfen des 17. und 18. Jahrhunderts erfreute sich die Parforcejagd, auf denen Hirsche, Füchse, Wildsauen und Wölfe gehetzt wurden, großer Beliebtheit. Seit 1934 ist diese Form der Jagd in Deutschland verboten. Heute folgen die Hunde einer künstlich gelegten Wildfährte, der sogenannten Schleppe. Die sportliche Herausforderung für den Reiter ist geblieben. Wer mitreiten will, muss schon sicher im Sattel sitzen. Die Jagdgesellschaft ist in drei Felder aufgeteilt, erklärt Werner Tröbs. " Das erste Feld muss springen, dass zweite kann springen, und die Reiter im dritten Feld springen nicht." Seit etwa zehn Jahren gibt es noch ein Kutschfeld als Begleiter.

Autor:
klu


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