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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jeden Tag eine Erinnerung an die deutsche Einheit
Zwischenüberschrift:
Platz vor dem Theater umbenannt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
iza Osnabrück. Wer am Theater vorbeigeht, läuft nicht mehr über den Domhof, sondern über den " Platz der Deutschen Einheit". Oberbürgermeister Boris Pistorius enthüllte am Nationalfeiertag das neue Straßenschild, das an die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erinnert.
Bevor die Feierstunde am 20. Jahrestag der deutschen Einigung im Ratssaal begann, hatte sich die Festgesellschaft vor den Stufen des Theaters versammelt. Ehrengast war der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer, außerdem nahmen Vertreter aus Politik und Kultur, Angehörige von Marine, Heer und Gebirgs jägern an der Veranstaltung teil.
Oberbürgermeister Pistorius erläuterte, was mit der Umbenennung bezweckt wird: " Dieser Platz erinnert nun täglich an ein Ereignis, das heute, nach 20 Jahren, noch immer viele Menschen in diesem Land bewegt."
Bisher habe der Volksmund diese Stelle schlichtweg " Theatervorplatz" genannt, offiziell war sie ein Teil des Domhofs gewesen. Nun habe die Wiedervereinigung der beiden deutschen Teile " Einzug in die sichtbare Erscheinung unserer Stadt gehalten".
Der OB dankte den Ratsvertretern für die fast einhellige Zustimmung zur Namensvergabe und enthüllte unter dem Applaus der Anwesenden das Schild.
Den Vorschlag dazu hatte die CDU-Fraktion am Dienstag vergangener Woche der Ratsversammlung unterbreitet. Der Gedenkplatz sollte nach Darstellung des Fraktionsvorsitzenden Fritz Brickwedde an den glücklichen Moment in der deutschen Geschichte erinnern und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger stärken. Der Theatervorplatz in der Mitte der Stadt sei für diesen Anlass am besten geeignet. Fraktionssprecher von SPD und FDP hatten die Initiative begrüßt, wogegen Vertreter der Linkspartei sich an der Formulierung des Antrages stießen und die Grünen sich mehr Bedenkzeit erbeten hatten.
Der Platz hat nun also einen Namen, und das angrenzende Theater wird im Bereich des Foyers links vom Haupthaus umgestaltet, was die " gute Stube" der Stadt in Zukunft in noch besserem Licht erscheinen lässt.

Autor:
iza


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