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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lärm durch Steinbruch und Windkraft
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Pye diskutiert über Schallbelästigungen am Piesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jod OSNABRÜCK. Wenn die Zahl der Besucher eines Bürgerforums ein Gradmesser für Unzufriedenheiten ist, dann müsste im Stadtteil Pye einiges im Argen liegen. Man kann es aber auch positiver ausdrücken: Die gut 60 Bürger, die sich nun im Piesberger Gesellschaftshaus versammelt hatten, nahmen ihr Bürgerrecht auf Mitsprache engagiert und konstruktiv wahr und bekundeten damit großes Interesse an einer positiven Weiterentwicklung ihres Stadtteils.
Haupt-Knackpunkt war einmal mehr der Lärm, der vom Piesberg ausgeht. Bohren, Sprengen und Zerkleinern des Karbonquarzits gehen trotz mancher Fortschritte nicht geräuschlos vonstatten und bleiben für viele Anwohner der Bergmannssiedlung ein Ärgernis.
Ratsvorsitzender Josef Thöle (CDU) als Versammlungsleiter betonte aber, dass der Piesberg noch für viele Jahre ein Industriestandort sein werde und somit das Zusammenleben der unterschiedlichen Nutzungen im und am Berg einem ständigen Optimierungsprozess unterworfen bleibe. Dabei mache die Entwicklung zum Kultur- und Landschaftspark Piesberg auch ohne Bundesgartenschau erfreuliche Fortschritte.
Niemand im Saal verweigerte den Beifall, als Umwelt-Fachbereichsleiter Detlef Gerdts und Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus auf das Bergfest am 5. September zurückblickten und die" Meilensteine" wie den Südstieg zur Felsrippe und die neue Feldbahn-Strecke würdigten. Auch Jan Tönnies vom Industriemuseum erhielt für das von ihm vorgestellte Projekt Lernstandort Piesberg, das mit der Grundschule Pye und der Thomas-Morus-Schule erprobt wurde, ungeteilte Zustimmung.
Schon etwas kritischer wurde der Plan gesehen, eine neue Kompostierungshalle für Grünabfälle auf der ehemaligen Deponie zu errichten. Vor dem Bau der Herhof-Müllverarbeitungsanlage habe es auch stets geheißen, dass man nichts davon riechen werde, und jetzt sei es an manchen Tagen nicht auszuhalten, monierte ein Anwohner. Finanzvorstand Horst Baier wies darauf hin, dass der Standort auf der Deponie weit weniger spürbar für Anwohner sein werde als der zuvor diskutierte Platz direkt am Fürstenauer Weg. Außerdem nehme die Stadt 400 000 Euro zusätzlich in die Hand, um über den Mindeststandard einer dreiseitig geschlossenen Halle hinauszugehen und die Halle an allen vier Seiten zu kapseln. Die bestehende Kompostierung am Heger Friedhof werde dann geschlossen. Die Piesberg-Kompostierung solle nur das Schreddergut der städtischen Grünabfallsammelplätze aufnehmen. Der Inhalt der Biotonnen werde weiterhin nach Schwege geliefert. Baubeginn solle 2012 sein.
Neben den Lärmemissionen des Steinbruchbetriebs beklagten verschiedene Anwohner auch die Geräuschentwicklung der neuen Windkraftanlagen. Obwohl die Auflagen eine Einschränkung des Nachtbetriebs vorsehen, könne man bei geöffnetem Fenster nicht schlafen, sagte eine Bürgerin:" Es hört sich an wie ein Flugzeug, das ständig kreist, aber sich nicht zur Landung entschließen kann." Klaus Siedhoff, Vertriebsleiter Energie der Stadtwerke, verwies auf die amtlichen Lärmmessungen, die sechs Monate nach Betriebsaufnahme stattfänden, also gleich zu Beginn des neuen Jahres. Dann werde direkt am Haus Quellgrund 6, das nach allen Berechnungen am meisten Lärm abbekommt, objektiv festgestellt, ob die Grenzwerte eingehalten werden.

Autor:
jod


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