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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schoeller will sich aus der Krise sparen
Zwischenüberschrift:
Firma entlässt 300 Mitarbeiter und erhöht Preise
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Spezialpapierhersteller Felix Schoeller muss sparen. Dazu will das Unternehmen 300 seiner weltweit 2490 Mit arbeiter entlassen. Schwerpunkte der Stellenstreichungen sind das Hauptwerk in Osnabrück und der Standort Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg).
Von Stefan Prinz -" Wir schreiben derzeit Verluste", erklärte gestern Firmenchef Bernhard Klofat. Im Jahr 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 576 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Fotopapier sei dennoch deutlich eingebrochen. Zudem machen" drastisch gestiegene Kosten für Rohstoffe" und für Energie dem weltweit tätigen Familienunternehmen zu schaffen, so Klofat.
Deshalb habe die Geschäftsleitung ein Programm mit dem Namen" Schoeller 2012" aufgelegt. Ziel sei, die Firma zurück in die Gewinnzone zu führen und die Eigenständigkeit als Familienunternehmen zu sichern. Die wichtigsten Maßnahmen des Programms: Der Weltmarktführer will seine Preise anheben und Kosten senken. Das bedeutet unter anderem die Entlassung von 300 Mitarbeitern aus Produktion und Verwaltung in der gesamten Firmengruppe. Davon werden 130 Jobs in Osnabrück gestrichen, weitere 84 in Titisee-Neustadt. Der Rest verteile sich gleichmäßig auf die übrigen sechs Standorte in Deutschland, USA, Kanada und Russland.
Der Stellenabbau solle so sozialverträglich wie möglich erfolgen, versicherte Klofat. Mit dem Betriebsrat würden in Kürze ein Interessenausgleich und ein Sozialplan verhandelt. Auf das Instrument der Kurzarbeit wolle man in der jetzigen Krise nicht ausweichen, so der Firmenchef, weil keine Erholung des Marktes zu erwarten sei.
Im Zeitalter von digitalen Fotorahmen, iPhone und iPad breche die Nachfrage nach Fotopapieren insbesondere in Westeuropa immer stärker ein, bilanzierte Bernhard Klofat. Größter Wachstumsmarkt sei derzeit Südamerika. Deshalb trage sich das Unternehmen mit dem Gedanken, dort ein neues Werk zu eröffnen.
Millionen investiert
Anders als im Bereich Fotopapier sei der Absatz beim sogenannten Dekorpapier weiter stabil. Allein in den vergangenen beiden Jahren hatte Schoeller 56 Millionen Euro in den Umbau einer Papiermaschine für die Produktion von Dekorpapieren am Standort Osnabrück gesteckt. Mit dieser Investition in die weltweit schnellste und größte Dekorpapiermaschine seien aber jetzt alle technischen Möglichkeiten zur Produktionssteigerung ausgereizt.
" Wir suchen nach einem weiteren Standbein", erklärte Klofat. Es gebe zwar firmenintern schon einige konkrete Überlegungen, öffentlich äußern wollte er sich dazu aber noch nicht.

Autor:
Stefan Prinz


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