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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Dem Wald wird so das Wasser abgegraben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel" Stadt knabbert einen Grünen Finger an An der Knollstraße wird gebaut" (Ausgabe vom 20. September).

" Wie ist es mit dem Anknabbern′ : Ist der erste Schritt getan, dann ist kein Halten mehr . . . Hier wird eindeutig eine Tabugrenze durchbrochen. Hervorzuheben ist, dass sich die Stadt selber diese Grenze auferlegte, und zwar aus gutem Grunde: als Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Osnabrück sowie für die wohnortnahe Erhaltung von Natur und Umwelt. Nun aber suchen unsere politischen Vertreter […] nach mehr Steuereinnahmen […]. Warum muss wohl beim aktuellen Leerstand von unzähligen Wohnungen und Häusern sowie freien Bauplätzen (nicht nur in zweiter Reihe) in unserer Stadt auf Gedeih und Verderb ein Neubaugebiet her? Insbesondere die Zustimmung der Grünen unserer Stadtpolitik ist hanebüchen, widerspricht sie doch den Grundsätzen der Partei und tritt unsere Osnabrücker Umwelt und Natur mit Füßen. Ist es denn nicht möglich, dass zumindest in der Regionalpolitik mehr sinnvolle Arbeit im Sinne der Bürgerinnen und Bürger geleistet
wird? […]"
Helmut Korte
Osnabrück

Verlässlichkeit?
" In Ihrem Artikel schreiben Sie unter anderem, dass Politik verlässlich bleiben muss. Ich frage mich, wer später die Verantwortung dafür übernimmt, dass man nach Fertigstellung dieses Baugebietes feststellt, dass man Biotopen und kleinen Wäldern das Wasser abgegraben hat? Was sind das für Umweltprüfer, die sagen, wenn wir das Regenwasser über Gräben (als Ausrede für Grundwasser, denn das würde damit ebenfalls sinken) absenken, bleibt die Umwelt, wie sie ist. Man regt sich zu Recht darüber auf, dass das Fällen eines zu schützenden Baumes ein Frevel gegen die Natur ist, riskiert hier aber, einem Waldstück das Wasser zu entziehen. Schuld ist nachher doch sowieso keiner, man sieht es an Duisburg. Dass hier ein Baugebiet für Haushalte mit knappen Einkommen entstehen soll, ist genau so eine Augenwischerei. Wer hier baut, hat mit Sicherheit große Aufwandskosten, sein zu bauendes Haus gegen das hohe Grundwasser zu sichern. Hier wollen nicht Menschen, die wenig Geld haben, sondern gut Situierte bauen, die, wie es vor Jahren schon hieß, in dem Sahnestück der Stadt Osnabrück ein Haus haben möchten. Es ist anders als vor drei Jahren ausreichend Platz in Osnabrück, um Baugebiete zu erschließen. Und daher kann man einen aus Platzgründen gemachten Fehler durchaus politisch verlässlich zurücknehmen. Ich denke dort an den Limberg, der schon zum großen Teil erschlossen ist. Hier können wirklich weniger Betuchte günstig bauen, und von der Lage ist es nicht wenig schlechter. Was die große Nachfrage angeht, habe ich, als das Gebiet als Baugebiet ausgeschrieben werden sollte, mehrere Tausend Unterschriften innerhalb von 14 Tagen eingereicht, die für die Erhaltung dieses ökologisch wertvollen Gebietes einstehen. Sind wirklich 150 Wohneinheiten dort wertvoller?
[...]"
Werner-Josef Lünnemann
Autor:
Helmut Korte, Werner-Josef Lünnemann


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