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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schildkröten dienen als Ausguck
Zwischenüberschrift:
Friedliche Koexistenz in Samburu
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Erdmännchen-Paar ist vor zwei Wochen in die tierische WG aus Buschschliefern, Spornschildkröten und Genickbandwebern in Samburu eingezogen. Wie auch in menschlichen Wohngemeinschaften hat jeder eine ruhige Nische im Gehege gefunden.
Der natürliche Lebensraum aller vier Arten ist Afrika, allerdings überschneiden sich die Verbreitungsgebiete kaum. Im Zoo zeigen die Tiere aber dennoch durchaus Interesse aneinander und pflegen eine friedliche Koexistenz. Äußerst interessiert sind die Spornschildkröten an den quirligen Erdmännchen, die diese wiederum ihrerseits als Ersatz für einen Ausguckstein verwenden und, auf dem Panzer aufgerichtet stehend, die Gegend beobachten.
Erdmännchen und Buschschliefer begegnen sich nur gelegentlich im Bodenbereich und beäugen sich dann neugierig. Die meiste Zeit verbringen die Buschschliefer allerdings auf höher gelegenen Kletterstrukturen. Teilweise eher aufgeregt betrachten die Webervögel das Treiben am Boden.
Im Zoo Osnabrück lebt außer dem Erdmännchen-Paar auf Samburu nach wie vor eine Erdmännchen-Familie mit ihren teilweise schon erwachsenen Jungtieren am Affenhaus. Da ein Familienverband aus einem dominanten Zuchtpaar und seinen Nachkommen besteht, kann das Paar nicht in diese Familie integriert werden. Und so hängt es jetzt also ganz von den beiden Erdmännchen ab, ob auch sie bald eine eigene Familie haben oder weiter als Paar auf Samburu leben.
In der freien Natur leben Erdmännchen in Verbänden von bis zu 30 Tieren. Ihren Bau, den sie fast immer von anderen Tieren übernehmen, teilen sie sich in der freien Natur oft mit Erdhörnchen und Fuchsmangusten. Da sie ihr Futter nur in direkter Umgebung ihres Baus suchen, kommt es dort immer wieder zu Nahrungsmangel.
Buschschliefer erinnern zwar an Nagetiere, sind aber mit den Elefanten und Seekühen verwandt. In der Natur teilen sie sich zusammen mit den Klippschliefern den gleichen Lebensraum. Nur sechs Zoos in Deutschland halten Buschschliefer. Der Zoo Osnabrück führt das Zuchtbuch.
Die Spornschildkröte ist die drittgrößte Landschildkröte der Welt. Ihren Namen hat sie von dem auffälligen Sporn am Hinterbein, der besonders bei den Männchen gut ausgebildet ist. Mit den Krallen und den nach oben gebogenen Kehlschilden graben diese Schildkröten mehrere Meter tiefe Erdhöhlen, in denen sie sich mittags vor der Hitze verstecken.



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