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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pommes belasten Umweltbilanz
Zwischenüberschrift:
Aktionstag der BBS Haste
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jweb Osnabrück. Ein Kilogramm Erdbeeren aus Übersee verursacht elf Kilogramm Kohlendioxid. Mit Zahlen wie solchen verblüffte Fritz Brickwedde die Gäste der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Osnabrück-Haste. Sein Vortrag geriet zum Teil des Aktionstages, an dem die Schüler Zusammenhänge zwischen Konsum und Nachhaltigkeit erläuterten.
An 30 Ständen stellten die jungen Leute ebenso viele Themen aus vielen Lebensbereichen vor: vom nachhaltigen Waschen über fair gehandelte Produkte bis zu nachwachsenden Rohstoffen, von Essstörungen über Sucht bis zu gesunder Ernährung. Entstanden ist der Aktionstag aus einer Zusammenarbeit mit der Universität Lüneburg. An deren Projekt " Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum" (BINK) beteiligen sich die Berufsbildenden Schulen in Osnabrück-Haste.
Welche wachsende Rolle die Nachhaltigkeit spiele, erläuterte Brickwedde, Generalsekretär der Umweltstiftung, anhand der Geschichte des Umweltschutzes, die vor einem Jahrhundert noch ein " Verschiebebahnhof" gewesen sei: " Manchmal wälzte man die Probleme auf andere ab." So sei eine Fabrik dort an dem Fluss platziert worden, wo die Strömung das giftige Abwasser in die Nachbarstadt geleitet habe. " Heute wissen wir: Wir leben in einer Welt, und es gibt nur ein Weltklima, das sich verändert." Brickwedde beschrieb den Wandel hin zum " intelligenten und vorbeugenden Umweltschutz", der auch im Marktgeschehen eine zunehmende Rolle spiele. " Und da sind wir heute Vorreiter - die deutsche Umwelttechnik liegt auf Platz eins." Derzeit umfasse der Markt für Umwelttechnik weltweit 1400 Milliarden Euro, und er werde sich innerhalb der kommenden zehn Jahre auf deutlich mehr als das Doppelte erweitern.
Die Nachhaltigkeit beginnt für den Generalsekretär ebenso wie für die Haster Berufsschüler in den alltäglichen Gewohnheiten. Fritz Brickwedde nannte als Beispiel einen einfachen Einkauf: Während ein Kilogramm Kartoffeln die Umwelt mit nur 200 Gramm Kohlendioxid belaste, erzeuge die gleiche Menge Pommes frites wegen Verarbeitung und Kühlung 5700 Gramm Kohlendioxid. Ein anderes Beispiel: Die vielen einzelnen Stromkonsumenten, die das rote Stand-by-Lämpchen am Fernseher anließen, bildeten eine riesige Gemeinschaft, wie Brickwedde erläuterte: " Drei Kraftwerke laufen in Deutschland nur für Stand-by-Verluste."
Wie nachhaltiger Konsum gefördert werden kann, ist Thema einer Untersuchung der Universität Lüneburg. Dabei sollen Unterricht und Alltagsverhalten ineinandergreifen - zum Beispiel an den Berufsbildenden Schulen in Osnabrück-Haste.

Autor:
jweb


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