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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ohne Äpfel läuft gar nichts im Kerngeschäft
Zwischenüberschrift:
Carl-Stahmer-Schülergenossenschaft "Coole Schule" braucht dringend drei Tonnen Obst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Georgsmarienhütte/ OsnabrücK. " Coole Schule", die Schülergenossenschaft der Carl-Stahmer-Hauptschule, produziert in guten Jahren an die 30 Hektoliter naturtrüben Apfelsaft. Aber dieses Jahr sieht es schlecht aus: Die Streuobstwiesen an Osnabrücks Klinikum und in Holzhausen geben nichts her. Jetzt hoffen Schüler und Lehrer auf neue Bezugsquellen.
Von Michael Schwager - Bessere und schlechtere Apfeljahre hat die Genossenschaft seit ihrer Gründung schon erlebt. 2009 zum Beispiel fiel die Ernte am Osnabrücker Finkenhügel schon schwächer aus als im Jahr vorher. Aber so schlecht wie diesmal war es noch nie, findet Lehrer Henner Lesemann. Er hält einen Zweig in der Hand. Zwischen den gelben Blättern sieht man bis zur Unkenntlichkeit verschrumpelte Blütenansätze.
Genau das ist nach Expertenmeinung das Problem. Während der Apfelblüte war es zu kalt für die Bienen. Die an sich fleißigen Insekten nahmen sich in diesem Frühling Kältefrei.
Das ist der Grund, warum auch Heinrich Dieckmann in Icker ein langes Gesicht macht. Seine Bäume auf einer Wiese, für die er 2005 erstmals Baumaktien ausgegeben hatte, bringt in diesem Jahr auch keine Erträge. Die Baumaktionäre müssen auf die Vitamindividende verzichten. Dieckmann hat sich fürs nächste Jahr vorgenommen, falls nötig Bienenstöcke zur Obstwiese zu bringen, um die Bestäubung zu fördern. Bei Bedarf kann er auch wässern. Düngen und spritzen will er aber nicht, denn ihm und seinen Aktionären liegt an naturbelassenen Äpfeln.
Ähnlich sehen es die " Coolen Schüler" aus Georgsmarienhütte. " Für das Mähen, das auch zur Pflege einer naturbelassenen Streuobstwiese gehört, haben wir immer Aufsitzmäher-Fahrer gefunden", sagt Thomas Hamm, Lehrer und Projektleiter der " Coolen Schule".
Streuobstwiese bedeutet also nicht, dass man die Natur sich selbst überlässt. " Pflege muss auch hier sein", sagt Anette Bier-Kamotzke, Versuchsleiterin des Gartenbau-Lehr- und - Versuchsbetriebs der Fachhochschule Osnabrück. Neben dem Mähen trägt auch ein fachmännischer Baumschnitt zu guten Ernten bei. An der FH, deren Hauptaugenmerk aber dem gewerblichen Obstbau gilt, bewertet man das Apfeljahr 2010 als " normal". Zu den Faktoren, die die Ernte beeinflussen, wirkte sich auch der sehr trockene Sommer ertragsmindernd aus.
Die Apfelbauern der " Coolen Schule" wissen jetzt zwar, was die Null-Ernte in diesem Jahr wohl verursacht hat. Aber ihr Problem lösen sie damit jetzt auch nicht. Denn die Saftproduktion ist neben dem Catering-Service das Kerngeschäft der Genossenschaft. Die Stammkunden wollen beliefert werden. Für Anfang Oktober sind Ernte tage anberaumt. Mit 35 Leuten, Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden wollen sie das Obst einbringen. " Wenn uns jemand seine Obstwiese überlässt, wäre das eine große Hilfe", sagt Lehrer Hamm. Die Genossenschaft würde sich mit Saft revanchieren.
Infos in der Schule: Telefon 0 54 01/ 4 13 96

Autor:
Michael Schwager


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