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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Denn Bildung hat Folgen
Zwischenüberschrift:
40 Jahre Abendgymnasium im Rückblick
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv Osnabrück. " Wir sind anders", sagt Schulleiter Helmut Schumacher, " aber die Ergebnisse sind vergleichbar." Seit 40 Jahren gibt es ein Abendgymnasium in Osnabrück. Und morgen soll dieses " kleine Jubiläum" mit einem Festakt in der Schule am Kalkhügel gefeiert werden.
Mit der Formel " anders, aber erfolgreich" setzt sich der Leiter des Sophie-Scholl-Abendgymnasiums ein wenig von dem Begriff " zweiter Bildungsweg" ab. Es gebe nicht " den" Weg zum Abitur, sondern nur unterschiedliche - das heißt manchmal auch schwierige oder schlechtere - Voraussetzungen, betont Schumacher. Aber die Anforderungen seien vergleichbar. Und immerhin 60 Prozent der jungen Erwachsenen halten durch und machen auch ihr Abitur.
Noch eine Überraschung: Seit 20 Jahren gibt es am Abendgymnasium auch ein reguläres Morgenangebot, vornehmlich gedacht für Mütter mit kleinen Kindern. Mittlerweile wird sogar überwiegend dieser Kurs gewählt.
Insgesamt sei die Teilnehmerschaft " sehr heterogen", so berichtet Studienrat Norbert Scharoun: Teils sehr jung, teils auch nach längerer Arbeitslosigkeit auf der Suche nach einem neuen Ziel, zudem aus allen Schichten und aus unterschiedlichen Nationalitäten. " Eben ein Spiegel der Gesellschaft", so Scharoun.
Manche hätten falsche Erwartungen oder zu wenig Ausdauer und scheiterten deshalb, andererseits seien die Studierenden auch sehr pragmatisch und zielorientierter als die Schüler am Gymnasium.
Vor sechs Jahren bezog das Abendgymnasium eigene Räume am Kalkhügel und gab sich zudem den Namen Sophie Scholl. Ein Stück Identität sei damit gewachsen, sagt Schulleiter Schumacher, und durch die Nachbarschaft mit Hort und Grundschule habe sich ein sehr förderliches Netzwerk gerade für junge Mütter entwickelt.
Das war nicht immer so. Dieter Fricke, der bei der Gründung vor 40 Jahren dabei war, erinnert sich noch an ein winziges Zimmerchen im damaligen " 4. Jungengymnasium" als Keimzelle für das Abendgymnasium. Erst 1988 kam der Umzug ins Käthe-Kollwitz-Gymnasium.
Damals in den frühen 70er-Jahren waren Abendschüler mehrheitlich männlich, viele kamen als Zeitsoldaten am Ende der Bundeswehrzeit oder besuchten die Schule neben ihrer Berufstätigkeit. Von " hoher Anwesenheitsquote und großer Motivation" berichtet Fricke in der Rückschau, auch von lebhaften Diskussionen: " Bildung hat eben Folgen", sagt er.

Autor:
fhv


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