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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt knabbert einen Grünen Finger an
Zwischenüberschrift:
An der Knollstraße wird gebaut
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. An der Knollstraße wird eines der größten Baugebiete der letzten Jahrzehnte entwickelt. Auf 13, 1 Hektar ist Platz für 150 Wohneinheiten. Das Baugebiet hat unter dem Reizwort " Eiswiesen" eine bewegte Vorgeschichte: Ursprünglich sollten 35 Hektar im Grünen Finger der Sandbachaue bebaut werden.
Als UWG-Ratsherr Wulf-Siegmar Mierke (der gegen das Baugebiet ist) von den " Eiswiesen" sprach, heulten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses links wie rechts auf. Die landschaftlich wertvollen Wiesen südöstlich der Knollstraße gehören nicht mehr zu dem Baugebiet. Sie waren 2007 im Zuge der knallharten Haushaltsverhandlungen auf Druck von SPD und Grünen aus der Planung genommen worden. Im Gegenzug stimmten sie der Bebauung der 13, 1 Hektar zwischen Knollstraße, Ellerstraße und Waldfriedhof Dodesheide zu.
" Wir stehen zu dem Kompromiss, auch wenn es weh- tut", sagte Ulrich Hus (SPD). Volker Bajus (Grüne) räumte ein, dass der Schnitt in den Grünen Finger und die Versiegelung von etwa fünf Hektar " schmerzhaft" seien. Aber immerhin sei es Grünen und SPD in den damaligen Verhandlungen gelungen, das Baugebiet dramatisch auf ein Drittel zu verkleinern. " Politik muss verlässlich bleiben, deshalb halten wir an dem Kompromiss fest", sagte Bajus. Außerdem habe es die Stadt selbst in der Hand, hier einökologisch vorbildliches Wohngebiet zu entwickeln.
Es ist nach Jahrzehnten das erste Mal, dass die Stadt das Baugebiet nicht an einen Investor abgibt, sondern selbst erschließt und vermarktet. Grundsätzlich sind sich alle Fraktionen einig, hohe ökologische Standards zu fordern. Uneinig sind sie sichüber den Weg: Die CDU setzt auf Freiwilligkeit und Anreize, SPD und Grüne wollen klare Vorgaben in den Kaufverträgen verankern.
Die Umweltprüfung hat keine schwerwiegenden Hindernisse für eine Bebauung der ehemaligen Ackerflächen ergeben. Die Biotope bleiben verschont, die Kaltluftschneise wird kaum tangiert. Weil die Fläche niedrig und der Grundwasserspiegel hoch liegt, schlagen die Planer vor, das Regenwasser über offene Gräben abzuleiten. Das wäre in dieser Größe einmalig in Osnabrück.
Die Stadt will Haushalten mit knappem Einkommen und Familien mit Kindern günstige Baugrundstücke anbieten. Baudezernent Wolfgang Griesert sagte, es gebe bereits eine " sehr starke Nachfrage". Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans. Dann kann jeder seine Bedenken und Anregungen dazu äußern.

Autor:
hin


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