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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Kleinod zum Wohlfühlen
Zwischenüberschrift:
Seniorengarten 47 - wer dabei sein will, ist willkommen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Derzeit finden die 37. Osnabrücker Seniorenwochen statt. Bis zum 2. Oktober gibt es ein vielseitiges Programm für Senioren. Fragen dazu beantwortet Rainer Langer, der Seniorenbeauftragte der Stadt, Tel. 05 41/ 3 23 31 92. Aus diesem Anlass stellen wir in loser Folge aktive Senioren vor. Dorit Schulz-Köpke ist die erste. Als sie vor sechs Jahren einen verwahrlosten Garten an der Limberger Straße sah, dachte sie spontan: Hier könnte man doch einen Seniorengarten einrichten.
- Mit mehreren Senioren hat die heute 70-jährige dann den Garten übernommen und aufgeräumt. " Wir haben einfach angefangen zu arbeiten, wir mussten Müll und Schutt wegbringen, den Rasen abharken, den Zaun abschrubben und das Haus reparieren″, erinnert sie sich. Helfer werden auch jetzt immer noch gebraucht: Wer sich gärtnerisch betätigen möchte, kann sich melden.
Dabei hatte sie sich bisher um Natur wenig gekümmert. In den Trümmern Berlins aufgewachsen, war sie früh auf sich gestellt. Schon mit neun Jahren leitete sie ihre erste Jugendgruppe, mit 19 hatte sie sechs Gruppen unter sich. Sie arbeitete als Chefsekretärin und als Justizangestellte, bevor sie mit 55 Jahren eine Ausbildung zur Tanzleiterin begann und dafür kreuz und quer durch Deutschland reiste. " Ich hab mir alles angesehen″, sagt die Frau mit unverkennbarem Berliner Akzent. " Leute, die mich kennen, sagen, die hat drei Leben gehabt.″ Dabei habe sie aber entgegen dem Zeitgeist immer nur eine Sache gleichzeitig gemacht, " einen Beruf, ein Hobby, eine Liebe″, betont sie. Heute leitet Dorit Schulz-Köpke mehrere Seniorentanzgruppen. Ihr Repertoire umfasst neben Gehirnjogging und Gymnastik Ausdruckstanz, Folklore und meditativen Tanz. " Ich bin ein Menschenfreund″, sagt die Berlinerin von sich selbst. Außerdem sei ihr der Glaube im spirituellen Sinn sehr wichtig. Ihr Bedürfnis sei, ein sinnvolles Leben zu leben. " Und Sinn wird im Leben, wenn wir selbst Sinn werden″, ergänzt sie. Sowohl beim Tanzen als auch beim Schrebergarten-Projekt wolle sie ältere Menschen in Bewegung bringen. " Es geht darum, dass Senioren das Projekt aufgebaut haben″, betont sie. Im " Seniorengarten″ treffen sich die alten Leute und können sich neben der Gartenarbeit unterhalten, Karten spielen oder einfach erholen. Der Schwerpunkt liege in der Begegnung und in der sinnvollen Beschäftigung, sagt Schulz-Köpke. " Ich will ? ne Lockerheit, die Leute sollen sich im Garten ausprobieren und wohlfühlen″, erklärt sie.
Dorit Schulz-Köpke gibt gerne etwas von sich an andere Menschen weiter, braucht aber hin und wieder kreative Erholungspausen. " Ich habe alles in den großen Pott getan, danach brauche ich wieder Distanz″, meint sie. Zum Auftanken besuche sie Kunstmuseen in Herford, Bielefeld oder Bremen. Dorit Schulz-Köpke hat das Gefühl, dass bald in ihrem Leben wieder etwas Neues kommen könnte. " Was immer das Leben an mich heranträgt, ich bin mit allem einverstanden″, sagt sie.
Kontakt: Dorit Schulz-Köpke, 05 41/ 8 42 83
Autor:
Barbara Behnen


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