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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt testet die Wertstofftonne
Zwischenüberschrift:
Probelauf in Eversburg ab Januar
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Die Stadt wird den Haushalten in Eversburg probeweise eine zusätzliche Tonne für Wertstoffe wie Plastik, Metall oder Holz zur Verfügung stellen. Das beschloss der Rat in nicht öffentlicher Sitzung. Der Test werde vermutlich im Januar anlaufen, sagte der für die Abfallwirtschaft zuständige Verwaltungsvorstand Horst Baier.
Etwa 1000 Haushalten wird die zusätzliche Tonne angeboten. Die Teilnahme an dem Probelauf ist freiwillig, wie Baier betont. Der Test hat keinen Einfluss auf die Höhe der Gebühren.
Die Extra-Tonne soll die Kunststoff-, Metall- und Holzabfälle aufnehmen, die keinen grünen Punkt tragen und deshalb nicht in den gelben Sack gehören. Die kaputte Brotdose oder der löchrige Plastikeimer, die Einkaufstüte oder das zerbrochene Regalbrett - alles das fliegt heute in den Restmüll und dann in die Verbrennung.
Diese eigene Entsorgungsschiene für Verpackungsmüll ist mit der europäischen Abfallrahmenrichtlinie von 2008 nicht vereinbar. Die Bundesregierung bereitet deshalb ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. Der Gesetzentwurf strebt ehrgeizige Verwertungsquoten an: Ab 2020 sollen mindestens 65 Prozent aller Siedlungsabfälle recycelt werden. Derzeit liegt die Vorgabe bei 50 Prozent. Die Kommunen werden verpflichtet, spätestens ab 2015 alle Metalle und Kunststoffe getrennt zu sammeln und in die Verwertung zu geben. Zu diesem Zweck sollen die Wertstofftonnen eingeführt werden. Das Gesetz wird außerdem vorschreiben, bis 2013 ein Abfallvermeidungsprogramm zu erstellen.
Die Eversburger Bürger werden in Zukunft vier Abfallfraktionen haben - Papier, Verpackungsmüll (mit grünem Punkt), Wertstoffe (ohne grünen Punkt) und Restmüll. Restmüll- und Wertstofftonnen werden im zweiwöchigen Rhythmus abgeholt. Der Osnabrücker Servicebetrieb hatte ursprünglich einen vierwöchigen Turnus vorgeschlagen, was der Stadtrat trotz der höheren Kosten für den Servicebetrieb aber ablehnte.
Private Konkurrenz
Die Stadt bereitet eine umfangreiche Aufklärungskampagne vor, wie Horst Baier erläuterte. Deshalb werde der Test erst im Januar starten können. Über die Dauer konnte er nichts sagen: " Wir beobachten, wie sich die Dinge entwickeln."
Die Stadt steht unter Zeitdruck. Wenn das neue Abfallgesetz wie geplant Anfang 2011 in Kraft tritt, können auch private Entsorger Wertstofftonnen aufstellen. Der städtische Servicebetrieb will privaten Mitbewerbern den Markt nicht kampflosüberlassen. Die Folgen wären fatal: Die Restmüllmenge würde sinken, die Abfallgebühr für die Bürger steigen.

Autor:
hin


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