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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Centralheizung" für jedes Zimmer
Zwischenüberschrift:
Das Hotel Hohenzollern am Hauptbahnhof noch vor der Erweiterung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mlb Osnabrück. Wie oft der Bahnhofsvorplatz umgestaltet wurde, vermag heute wohl kaum jemand genau nachzuvollziehen. Eines ist jedoch sicher: Seit der Eröffnung des " Centralbahnhofs" 1985 wurde er immer mehr zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt, dem die Stadt mit Umbauten gerecht werden wollte.
Als der " Centralbahnhof" eröffnet wurde, traten die Reisenden bei ihrer Ankunft in Osnabrück auf einen großzügig angelegten Vorplatz. Weit mussten sie jedoch damals laufen, um etwas von der Stadt zu sehen.
Denn erst mit der Eröffnung des Bahnhofs begann eine rege Bautätigkeit im Viertel um den Bahnhof entlang der schnurgeraden Möserstraße. Sie entwickelte sich zur neuen Hauptverkehrsachse zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum Osnabrücks.
Und so stand das Hotel Hohenzollern, in dem auswärtige Gäste bereits damals absteigen konnten, zunächst allein auf weiter Flur. Großflächig warb das Haus mit seiner " Centralheizung" auf der Fassadenseite, die dem Bahnhof zugewandt war. Sie beheizte nicht nur die Zimmer, sondern auch das Restaurant des Hauses.
Noch in den 1930er-Jahren zierte eine Parkanlage den Platz vor dem Hauptbahnhof. Reisende konnten über Rasenflächen flanieren oder im Schatten der Bäume ausruhen.
Während des Zweiten Weltkriegs war der Platz von Splittergräben durchzogen, die Schutz vor Angriffen bieten sollten. Das historische Foto zeigt die Situation nach Kriegsende um 1950. Vermutlich wurde damals das Pflaster neu verlegt. Trümmerberge zeigen sich nicht so einheitlich. Belegt ist, dass 1956 die Grünanlagen schrumpfen mussten, um dem wachsenden Verkehr gerecht zu werden.
Der Betrachter steht auf dem heutigen Konrad-Adenauer-Ring. Am rechten Bildrand ist das Hotel Hohenzollern zu sehen, das die Ereignisse so gut wie unbeschadet überstanden hat. Ebenso wie das Hotel Reichshof, das links im Hintergrund zu erkennen ist. Das Hotelgebäude befand sich im spitzen Winkel zwischen Möserstraße und Goethering.
Das Hotel Hohenzollern erhielt in den 1960er-Jahren einen Erweiterungsbau. Im Lauf der Zeit wurden weitere Gebäude wie das Iduna-Haus errichtet, sodass heute der Blick auf die Ringstraßen nicht mehr möglich ist.
1962 wurde der Bahnhofsvorplatz nach den Plänen von Professor Schlums umgebaut. Ziel war es erneut, dem Autoverkehr gerecht zu werden, deshalb wurden vornehmlich die Straßen verbreitert.
Anfang der 1980er-Jahre gab es wieder neue Pläne für den Platz, der nun eher den Bedürfnissen von Passanten und Anliegern gerecht werden sollte. Unter ihnen waren die Bahn, die Post, die Verkehrsbetriebe, Fußgänger, Rad- und Autofahrer und Taxiunternehmen.
Bereits 20 Jahre später, im Jahr 2000, wurde der Platz grundlegend umgestaltet. Drumherum wurden neue Gebäude für das Kino, die Spielbank, die Post und die Bahnhofsgarage errichtet. Und die Planer teilten den Platz für den Auto- und den Busverkehr neu auf.
Seither befindet sich ein Wasserbecken am westlichen Ende des Platzes, und ein Dach aus Glas und Stahl soll Passagiere am Busbahnhof vor schlechtem Wetter schützen. Im Süden sind Fahrradständer errichtet, Taxen warten auf Kundschaft.
Aktuell steht wieder eine Umgestaltung des Platzes an. Denn immer wieder kommt es zu Staus auf dem Theodor-Heuss-Platz. Und nicht zum ersten Mal wird überlegt, die Taxistände zu verlegen, um den Verkehr an diesem belebten Ort zum Fließen zu bringen.

Autor:
mlb


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