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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Warnung vor dem Hantavirus
Zwischenüberschrift:
Gesundheitsdienst: Mehr Infektionsfälle als in den Vorjahren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 77 Infektionsfälle mit dem Hantavirus sind in diesem Jahr bereits im Landkreis und in der Stadt Osnabrück gemeldet worden. Damit wird die Zahl der Infektionen aus den Vorjahren schon jetzt deutlich überschritten.
Nach Mitteilung des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück dürfte eine starke Vermehrung von Rötel- und Gelbhalsmäusen Grund für das erhöhte Auftreten der Hantavirus-Infektionen sein. " Über Kot und Urin dieser Mäuse werden Hantaviren auf den Menschen übertragen", erläutert Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara. " Die Infektionen verlaufen oft wie schwere grippale Infekte mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, teilweise auch mit Bauchschmerzen und Durchfällen." Typisch seien auch Nierenfunktionsstörungen, die in Einzelfällen sogar den Einsatz einer " künstlichen Niere" erforderlich machen könnten.
Nach einer Auswertung des niedersächsischen Landesgesundheitsamts in Hannover seien von den bislang gemeldeten Erkrankten 72 Prozent männlich. Das Durchschnittsalter liege bei 45 Jahren. Als Hauptrisiken für eine Infektion seien Gartenarbeit, Staubfegen im Freien oder in Garagen und Schuppen ermittelt worden. " Die Vorsichtsmaßnahmen müssen genau hier ansetzen", sagt Bojara. Von entscheidender Bedeutung sei eine gute Händehygiene: Nach den genannten Tätigkeiten sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Beim Entfernen von Mäusekot oder toten Mäusen sollten in jedem Fall Gummihandschuhe getragen werden. Tote Mäuse könnten in einer verschlossenen Plastiktüte über den Restmüll entsorgt werden. Bei allen Tätigkeiten, die mit einer Staubentwicklung einhergingen, sollte ein dicht anliegender Mundschutz getragen werden. Noch besser sei es natürlich, feucht zu reinigen.
Der Einsatz von Staubsaugern kann den weiteren Angaben zufolge das Problem sogar noch verschärfen, weil die Filter in den Staubsaugern nicht ausreichten, um Viren abzuhalten. Der virenhaltige Staub könne gerade dadurch aufgewirbelt und eingeatmet werden. Im Umfeld von Häusern sollte darauf geachtet werden, dass Lebensmittel für Mäuse möglichst nicht erreichbar seien. Dies gelte auch für Tierfutter, Obst und Gemüse. Je größer das Nahrungsangebot für Mäuse sei, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mäuse dann auch dauerhaft im Umfeld von Wohngebäuden aufhielten.
Warum die Hantavirus-Infektionen in Niedersachsen gerade in unserer Region so gehäuft aufträten, sei letztlich ungeklärt. Offensichtlich fänden die Mäuse hier durch Buchen- und Eichenwälder günstige Lebensbedingungen vor.



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