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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie umweltbewusst sind Studenten?
Zwischenüberschrift:
Marit Kristine List erforscht das Verhalten angehender Akademiker
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mlb Osnabrück. " Schalt mal ab" steht auf der Postkarte. Sie soll Studenten und Mitarbeiter der Universität dazu anregen, beim Verlassen eines Raumes das Licht auszuknipsen. " Tu was für die Umwelt" steht darunter und: " Fühlt euch verantwortlich für den Klimaschutz". Aber wie ist es wirklich um das Umweltengagement an der Uni bestellt? Dieser Frage widmet sich Marit Kristine List in ihrer Examensarbeit.
Die angehende Diplom-Psychologin hat die Uni-Studenten und ihr Umweltbewusstsein in den Blick genommen. Die Forschungsfrage der 26-Jährigen: Wie kann man Kampagnen für Studenten gestalten, um deren Umweltschutzverhalten zu steigern?
Grundlage ist die " Tu-was-Kampagne", die 2008 an der Universität lief. Anhand von Postkarten, Postern und Aktionen zeigte sie umweltfreundliche Handlungsmöglichkeiten auf, beispielsweise bei der Wahl von Papier, bei der Ernährung oder eben beim Thema Energie.
Wie die Kampagne angekommen ist, hatte bereits die Psychologin Teresa Hloucal untersucht. 372 Studenten und Mitarbeiter beantworteten Fragen danach, wie bekannt die Tu-was-Kampagne war und wie das umweltbezogene Engagement der Universität von ihnen wahrgenommen wird. Zudem ermittelte Hloucal, wie das selbst berichtete Umweltverhalten und die Einstellung zu Umwelt-Fragen bei Studenten und Mitarbeitern im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung zu bewerten ist.
" Das Umweltbewusstsein ist ganz gut an der Uni", benennt List erste Ergebnisse. Aber sie weiß auch: " Der Geist ist willig, und das Fleisch ist schwach." Deshalb beschäftigt sie sich damit, wie Anreize geschaffen werden können, damit Studierende diese Differenz überwinden.
Bislang gibt es dazu kaum Untersuchungen. " Eigentlich komisch, bei so einem wichtigen Thema", sagt Marit Kristine List, deren Arbeit von Prof. Dr. Susanne Haberstroh und Teresa Hloucal betreut wird. Es gibt wenig Literatur, auf der sie eine Theorie entwickeln kann. Deshalb bedient sie sich bei Studien der Gesundheitspsychologie. Denn, so die Arbeitshypothese, mit dem Umweltschutz sei es ähnlich wie mit dem Rauchen: Obwohl die Menschen wissen, dass bestimmte Verhaltensweisen nicht gut sind, können sie nicht davon lassen. " Und negative Auswirkungen schädlichen Verhaltens zeigen sich eben erst später", weiß Marit Kristine List.
Aber auch im Kleinen können Handlungsanreize geschaffen werden. Zumal umweltfreundliches Verhalten oft auch von der Situation und von den Handlungsmöglichkeiten abhängt. Wie die aussehen können, das ist eine der Fragen, denen Marit Kristine List auf den Grund gehen wird. Im November will sie ihre Arbeit abgeben.
Mithilfe der Ergebnisse von List sollen weitere Kampagnen zum Umweltschutz an der Uni geplant werden. Immer mit dem Ziel, das Umweltverhalten der Uni-Angehörigen zu verbessern.
Mehr: www.uni-osnabrueck ». de/ UmweltmanagementDokumente/ Evaluationsergebnisse.pdf

Autor:
mlb


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