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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Oh Schreck, eine Echse in der Garage
Zwischenüberschrift:
Waran in Bettwäsche eingewickelt und ausgesetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Sie gehöre ja nicht zu den Menschen, die leicht zu erschrecken seien, sagt Heike Mettner (41). Auch als sie am Donnerstagabend gegen 19 Uhr den Müll nach draußen brachte und in ein seltsames Tiergesicht mit gespaltener Zunge blickte, geriet sie nicht in Panik. Es beschäftigte sie viel mehr die Frage: " Was mache ich mit dem Viech?"
Irgendjemand muss das etwa 80 Zentimeter lange Reptil in der Garage von Heike Mettner an der Natruper Straße ausgesetzt haben. Das Tier - ein Agus-Waran, der vor allem in Neuguinea vorkommt, wie die Experten im Osnabrücker Zoo später feststellten - steckte in verknoteter Kinderbettwäsche. " Ich dachte zuerst, wer schmeißt denn seine Bettwäsche unter das Auto?", berichtete Heike Mettner. Als sie das Tuch nahm, spürte sie, dass sich etwas regte. Etwas Schweres. Eine Katze, dachte sie. Als Kind vom Lande weiß sie, dass unliebsame Tiere manchmal auf diese Weise entsorgt wurden. Sie habe vorsichtig den Knoten geöffnet und sich auf den Anblick einer schwer verletzten Katze eingestellt. Doch sie blickte stattdessen in Reptilienaugen. Was jetzt?
Heike Mettner informierte die Feuerwehr. Die Tierretter brachten den Waran zu einer Tierärztin, die die Echse untersuchte und den Zoo alarmierte. Da lebt der exotische Gast jetzt in Quarantäne.
Zoo-Inspektor Hans-Jürgen Schröder sagte, die Finderin habe genau richtig gehandelt. Hätte sie sich nicht um ihn gekümmert und Hilfe geholt, hätte der Waran wohl nicht überlebt. Die Echse wird, wenn sich der Besitzer nicht im Zoo meldet, in den nächsten Tagen an die Wildtier-Auffangstation in Sachsenhagen abgegeben.
Ein Waran in der Garage sei doch sehr ungewöhnlich sagt Hans-Jürgen Schröder. " Schlangen, vor allem Kornnattern, sind wir schon gewohnt." Diese harmlosen Tiere seien inzwischen beliebte Haustiere. Schröder berichtet aus dem Alltag: " Wenn eine Schlange ausbüxt und durch einen Vorgarten schleicht, dann ist das Geschrei groß."

Waran
Die Warane sind Reptilien, fressen Fleisch und vermähen auch Aas nicht. Sie leben in Asien, Afrika und Ozeanien. Der Komodonwaran kann drei Meter lang und 135 Kilo schwer werden. Es gibt aber auch kleine Warane von 20 Zentimeter Länge. Größere Beutetiere schnappt der Waran durch einen Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt . Angeblich nutzen asiatische Diebe manchmal die Kletterkunst von großen Waranen: An ein Seil gebunden, lassen sie die Tiere die Mauer hochklettern. Wenn das Tier auf die andere Seite abgesprungen ist, zieht sich der Dieb an dem Strick hoch.

Autor:
hin


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