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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Scheune und Stall im Heger Holz verbrannt
Zwischenüberschrift:
Ursache des Feuers am Schütterhaus unklar - Köhlerfest der Heger Laischaft geht weiter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
ack Osnabrück. Das Köhlerfest im Heger Holz wird von einem Brand auf dem Gelände des benachbarten Schütterhauses überschattet. Das Feuer brach in der Nacht zu Freitag aus. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Scheune des Anwesens und ein Stall vollständig zerstört wurden. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden.
Entdeckt worden waren die Flammen um kurz nach 23.30 Uhr. Die 14-jährige Tochter des Schütters, der das Heger Holz im Auftrag der Heger Laischaft forstwirtschaftlich betreut, sah durch ihr Schlafzimmerfenster einen Feuerschein und schlug sofort Alarm. Ihre Eltern und ihre beiden Geschwister rannten ins Freie, um die drei Island-Ponys aus ihrem brennenden Stall zu holen. Doch die Tiere hatten sich schon von selbst in ihren Auslauf vor dem Gebäude gerettet.
Als die Feuerwehr wenig später eintraf, konnte sie das Übergreifen der zeitweise bis zu 20 Meter hohen Flammen auf die angrenzende 60 Jahre alte Scheune nicht mehr verhindern. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt und Sutt hausen konzentrierten sich daraufhin auf das Schütterhaus, das unbeschädigt blieb.
Wie der Wort- und Buchhalter der Heger Laischaft Frank Henrichvark auf Nachfrage berichtete, ist das Feuer offenbar in der Remise ausgebrochen, einem offenen Schuppen, der an den Stall angrenzt. Dort war zuvor ein mit etwa 600 Kilogramm Holzkohle beladener Anhänger abgestellt worden.
Die Kohle stammte frisch aus dem Meiler des Köhlerfests. Sie sei von den Köhlern fachgerecht auf große, längliche Siebe gelegt und sorgfältig mit Wasser abgelöscht worden, sagte Henrichvark. Anschließend sei sie etwa eine Dreiviertelstunde liegen gelassen und schließlich in Papiersäcke gefüllt worden. Anschließend hätten die Köhler und ihre Helfer weitere zwei Stunden gewartet, dann die rund 50 Säcke auf den Anhänger geladen und diesen in die Remise gebracht. Weitere zwei Stunden später habe es dann gebrannt.
Hat sich also die Kohle selbst entzündet und den Schuppen in Brand gesetzt? Für Henrichvark " sicherlich eine von mehreren Möglichkeiten - aber wirklich nur eine". Er hält auch Brandstiftung oder einen technischen Defekt für möglich. Gegen die Kohle als Brandursache spricht aus seiner Sicht, " dass das Bild der Brandstelle nicht so aussieht, als hätte es ausgerechnet dort, wo die Kohle lag, angefangen zu brennen". Die größte Zerstörung innerhalb der Remise sei an einer Stelle entstanden, die weit von dem Anhänger mit der Kohle entfernt gewesen sei.
" Im Augenblick haben wir keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung", erklärte Polizei-Sprecher Jens Jantos. Das endgültige Ergebnis der Brandermittlung stehe aber noch aus.
Die Heger Laischaft will ihr Köhlerfest wie geplant fortsetzen. " Natürlich ist man nicht mehr so fröhlich wie vorher, aber das Fest wird weitergehen", sagte Henrichvark. So gibt es heute und morgen Abend wieder Musik auf der Bühne an Meiler. Außerdem beginnt ab heute Nachmittag der Verkauf der Holzkohle. Rund eine Tonne ist noch da.

Autor:
ack


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