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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ich fahre da nicht hin, um die Welt zu retten"
Zwischenüberschrift:
Anna-Maria Anders geht als Freiwillige nach Peru
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Ich möchte da ja Erfahrungen sammeln"
Anna-Maria Anders, Abiturientin

Osnabrück. Anna-Maria Anders hat in diesem Jahr Abitur gemacht. Ihre Zeit an der Angelaschule ist damit vorbei. Fast. Denn jetzt geht sie für ein Jahr nach Peru und tritt die erste Freiwilligenstelle an, die an den beiden Partnerschulen in Lima und Miramar (einem kleinen Ort bei Lima) eingerichtet worden ist. " Ich freue mich riesig", sagt die 19-Jährige.
Es waren zwei Gedanken, die vor einem Jahr ungefähr zeitgleich geboren wurden: Eine Delegation der Angelaschule fuhr nach Peru, um die beiden Partnerschulen zu besuchen. Nach vielen Jahren war es der erste Besuch, der die persönlichen Kontakte der Angelaschule nach Südamerika mit neuem Leben füllte. Genau den Stein sollte der Besuch auch ins Rollen bringen: Die deutschen und die südamerikanischen Schüler sollten sich zukünftig gegenseitig kennenlernen und voneinander lernen.
Anna-Maria Anders stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor ihrem letzten Schuljahr und machte sich Gedanken über die Zeit nach ihren Abschlussprüfungen. " Ich wollte auf jeden Fall ein Freiwilligenjahr im Ausland machen", sagt sie. Durch ihre besondere Vorliebe zu ihrer dritten Fremdsprache Spanisch und ihre Mitarbeit im Arbeitskreis der beiden südamerikanischen Partnerschulen war ihr die Idee gekommen, dort hinzugehen.
Sie fragte ihre Lehrerin Andrea Tüllinghoff, ob sie in Miramar ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren könne. Das konnte sie, und das Kollegium fand die Idee mit der Freiwilligenstelle auch ziemlich gut.
Die Peru-Reise ging also vorüber und die Planungen für eine neue Freiwilligenstelle nahmen Gestalt an. Knapp ein Jahr später ist Anna-Maria Anders jetzt tatsächlich die Erste, die diese Stelle antritt. Die Organisation wurde vollständig über das Bistum abgewickelt. So ist die Freiwilligenstelle jetzt eine von vielen im bistumseigenen Programm " Freiwillige Dienste im Ausland" (FDA). " Die Finanzierung wird so durch ? weltwärts?, ein Programm der Bundesregierung, unterstützt, außerdem hat das Bistum professionelle Vor- und Nachbereitungsseminare, die wir als Schule für einen einzigen Schüler gar nicht bieten könnten", erklärt Andrea Tüllinghoff.
Für Anna-Maria war bei all dem eines ganz wichtig: " Ich fahre da nicht hin, um die Welt zu retten", sagt sie. Auch wenn viele Menschen den Eindruck hätten - Freiwilligendienste seien in ihren Augen vor allem ein Dienst für sich selbst: " Ich möchte da ja Erfahrungen sammeln, etwas für meine Persönlichkeit mitnehmen und eine neue Kultur kennenlernen. Wenn ich dabei auch noch helfe und den Leuten eine Freude mache, ist das natürlich besonders schön", sagt sie.
Ein halbes Jahr wird Anna-Maria an der ersten der beiden Partnerschulen in Mira mar tätig sein. Es ist eine Schule im Armenviertel, die von Kindergarten- und Grundschülern besucht wird. Anschließend wird sie an der weiterführenden Schule, der Santa-Ursula-Schule in Lima, tätig sein, die größtenteils von Schülern aus besser situierten Familien besucht wird.
Alle drei Schulen sind partnerschaftlich verbunden und arbeiten zusammen. Was sie genau für Aufgaben erwarten, weiß die junge Osnabrückerin noch nicht. Ein bisschen unterrichten, Freizeitkurse geben und Besuche bei den Familien im Armenviertel werden sicher dazugehören. Untergebracht ist Anna-Maria dabei in Gastfamilien von Schülern, die die Santa-Ursula-Schule besuchen.
Autor:
hiek


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