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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Entspannen unter Kastanienbäumen
Zwischenüberschrift:
Gegründet 1889: Die Sutthauser Mühle wird in vierter Generation betrieben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gemütlich einen Kaffee mit Kuchen oder ein Feierabendbier mit Schinkenbrot unter alten Kastanienbäumen genießen. Das können Gäste der Sutthauser Mühle. Eröffnet wurde die Schankwirtschaft im Jahr 1889 von Fritz Voss.
Von Marie-Luise Braun - Sein Name prangt bis heute auf dem Originalschild über dem Eingang des über die Jahre erweiterten Gebäudes: " Schankwirtschaft Fritz Voss" ist dort zu lesen.
Ursprünglich gehörte das Fachwerkhaus dem Baron von Korff und stand auf dem Gelände des Gutes Sutthausen. Der Mühlenbetreiber Born hatte in dem Gebäude sein Zuhause. Hier verkürzte er den Bauern, die ihr Korn zum Mahlen brachten, die Wartezeit mit Getränken. Ihr Korn mahlte er in der Sutt hauser Wassermühle, die ebenfalls auf dem Gelände stand und 1589 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Offenbar störte sich der Herr Baron an dem damit verbundenen Trubel, und so wurde das Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts an die Stelle umgesetzt, an der es heute noch steht.
Am 1. Oktober 1889 erhielt Fritz Voss für die " bisher von G. Born benutzten von Korffschen Wohnungen in Sutt hausen", wie es in der Urkunde heißt, die Schankerlaubnis. Ende der 1920er-Jahre erwarb seine Familie das Fachwerkhaus. Sie legte den großzügigen Garten hinter dem Gebäude an, baute Gastzimmer aus und unterhielt neben dem Schankbetrieb eine Landwirtschaft.
In den 1930er-Jahren machte die stadtnahe Lage das Haus zu einem beliebten Ausflugsziel. An Sonn- und Feiertagen kehrten bei Fritz Voss und seiner Frau Katharina viele Gäste ein. Für Osnabrücker führte der Weg durch das Hörner Bruch oder die Wüste, andere kamen vom Sutthauser Bahnhof über die Riesenallee, vorbei am Gut Sutthausen.
1931 dichteten die Mitglieder des Sutthauser Männergesangvereins " Sängerlust" ein Loblied auf die Wirtin: " Lot susen und brusen, wie singet bei Kathrin in Sutthusen." Die Sänger hatten das Gasthaus 1918 zu ihrem Vereinslokal gewählt.
Drei Jahre vor dem 100. Jubiläum, im Jahr 1986, haben die Besitzer das Haus grundlegend renoviert. Sie schufen mehr Platz für Privaträume und ihre Gäste. Dabei achteten sie darauf, alles im alten, bei den Gästen beliebten Stil zu belassen. So blieben auch die rauchgeschwärzten Deckenbalken erhalten.
Die drei Gastzimmer, die rustikale Bauernstube und der Biergarten werden für den täglichen Betrieb (montags ist Ruhetag) und größere Feiern genutzt. Darunter sind die jährlichen Grünkohl- und Spargelessen und die Sutthauser Mahlzeit des örtlichen Bürgervereins.
Bis heute liegt die Gaststätte in den Händen der Nachkommen von Fritz und Katharina Voss. Noch hält mit Renate Elixmann die dritte Generation die Zügel in der Hand. Doch ihre Tochter Ines Rudnick mischt bereits fleißig mit und soll das Haus in absehbarer Zeit alleine führen. Ob die fünfte Generation, die beiden Kinder von Ines Rudnick, das Haus weiterbetreiben wird, das steht noch in den Sternen.

Autor:
Marie-Luise Braun


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