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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die weggedämmte Jungfrau
Zwischenüberschrift:
Wärmesanierung an der Grundschule Eversburg geht auf Kosten eines Madonnenbildes
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hpet Osnabrück. Manch einem ehemaligen Schüler der Grundschule Eversburg (ehemals Liebfrauenschule) wird bei der Aussicht bestimmt traurig ums Herz: Die Jungfrau Maria, die über Jahrzehnte an der Außenwand des Hauptgebäudes prangte, wird bald nicht mehr zu sehen sein. Grund ist das Konjunkturpaket II der Bundesregierung.
Mit dem Geld vom Staat, 150 000 Euro kostet die Maßnahme, hat die Stadt als Schulträger beschlossen, das Gebäude in eine Dämmschicht zu kleiden, um damit zukünftig Heizkosten zu sparen. Seit Beginn der Sommerferien werkeln dort die Bauarbeiter. Mit dem Ende der Arbeiten ist laut Stadtverwaltung für Anfang September zu rechnen, wenn nichts dazwischenkommt.
" Wir sind froh darum, dass die Maßnahme über das Konjunkturpaket finanziert wird", sagt Schulleiterin Rita Frerich. Die Gebäude seien dringend sanierungsbedürftig gewesen.
Dass durch die Dämmschicht nun das Madonnenbild verdeckt wird, das bis vor Kurzem noch gut von der Atterstraße aus zu sehen war, war laut Frerich zwar Thema in der Schule, aber kein großes.
Die Maria stammt aus einer Zeit, in der die Grundschule Eversburg noch Liebfrauenschule hieß und eine katholische Bekenntnisschule war. Seit den 70er-Jahren aber, so Schulleiterin Frerich, sei die Schule nicht mehr konfessionell und der Anteil der andersgläubigen Kinder inzwischen auch sehr groß.
Technisch wäre es möglich gewesen, das in den Putz eingelassene Bild auch auf die neue Außenfassade aufzutragen, sagt Wilfried Klein vom Gebäudemanagement der Stadt.
Doch selbstverständlich hätte dieser Aufwand zusätzliches Geld gekostet, das die Stadt - in Absprache mit der Schule - nicht ausgeben wollte.
" Es ist ein generelles Problem von Dämmmaßnahmen, dass die Architektur verschwindet", sagt Wilfried Klein, der gelernter Architekt ist. Doch im Falle der Jungfrau Maria ist eine Wiederauferstehung zumindest möglich. " Wir haben sie fotografisch festgehalten", sagt Klein. " Man könnte das Bild rekonstruieren."

Autor:
hpet


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