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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bagger-Ballett auf dem Stichkanal vor dem Finale
Zwischenüberschrift:
Kanalverbreiterung geht mit großen Schritten der Vollendung entgegen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Ganz so ausgefeilt wie das Schlepperballett beim Hamburger Hafengeburtstag wirkt die Choreografie noch nicht, aber Bunte? s Bagger-Ballett zwischen Piesberger Hafen und Sportboothafen kann sich durchaus sehen lassen. Während Ponton-Bagger der Kanalsohle den Feinschliff verpassen, geben landgestützte Bagger der neuen Uferböschung den korrekten Neigungswinkel.
Von Joachim Dierks - " Mit den Nassbaggerarbeiten sind wir in der letzten Augustwoche fertig, dann ziehen wir mit dem Wasserbau-Gerät weiter zur Maschweg-Engstelle", erklärt Thomas Steinhöfel, stellvertretender Bauleiter der Firma Johann Bunte. Dort in Wallenhorst-Hollage wartet nach dem Abriss der Maschwegbrücke der letzte verbliebene Engpass darauf, beseitigt zu werden. Im Ausbau-Abschnitt zwischen der Brücke 78 (" Offers-Brücke" in Pye) und dem Piesberger Hafen ist das neue Kanalprofil mit einer Wasserspiegelbreite von 38 Metern und einer Wassertiefe von 4 Metern durchgehend hergestellt. Dann können sich " Europaschiffe" (Länge 82 Meter, Breite 9, 50 Meter) begegnen und Großmotorgüterschiffe (Länge bis 110 Meter, Breite 11, 45 Meter) zumindest einzeln fahren.
Letzteres allerdings nur theoretisch, denn sie passen nicht in die alten Schleusenkammern. Erweiterung oder Neubau der Schleusen Hollage und Haste stehen derzeit nicht auf der Tagesordnung. Primär, weil aus Sicht des Bundesverkehrsministeriums Stadt und Landkreis sich nicht einig sind, ob der Stadthafen Zukunft hat oder doch eher ein neu zu bauender Hafen am Mittellandkanal bei Bohmte, der das Befahren des Stichkanals mit den beiden Schleusen entbehrlich machen würde. Sekundär, weil kein Geld da ist und alle noch nicht begonnenen Vorhaben aufgeschoben werden.
Die Kanalverbreiterung wird auf jeden Fall zu Ende gebracht. Wenn die letzten Baggerarbeiten an der Kanalsohle vollendet sind, werden sich Wegebau und Uferbefestigung noch bis etwa Ende September hinziehen. Das Deckwerk mit Schüttsteinen, Pflanzstreifen und Betriebsweg (" Leinpfad") wird auch auf dem nicht ausgebauten Ufer erneuert. Die Böschung ist durch den ständigen Schraubenschlag der Schiffe altersschwach geworden. Auch die Vertiefung der Kanalsohle erfordert eine neue Uferbefestigung: " Sonst würde alles wegrutschen", sagt Bert Dieme, Baubevollmächtigter des Neubauamts für den Ausbau des Mittellandkanals (NBA). Derzeit werden die Schüttsteine mit Spritzbeton vergossen oder " verklammert", wie die Wasserbauer sagen.
Vor dem Piesberger Hafen war der Einsatz eines Kampfmittelsuchtrupps abzuwarten. Luftbildauswerter hatten eine 200 Meter lange " Verdachtsstrecke" ausgemacht, die mit Sonden und Tauchern abgesucht wurde. Gefunden wurde nichts.
Mit der Berufsschifffahrt und mit Sportbooten gebe es keine Probleme. " Trotz der allgemeinen Schifffahrtssperre werktags von 8 bis 18 Uhr machen wir in Einzelabsprachen zwischendurch das eine oder andere möglich", sagt Steinhöfel. Voraussichtlich im Oktober werde die Schifffahrtssperre aufgehoben.
Der Ausbau der 2, 6 Kilometer langen Strecke einschließlich des Düker-Neubaus für den Piesberger Graben kostet 12 Millionen Euro.
Autor:
Joachim Dierks


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