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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Gepäck: Wasser aus dem Baikalsee
Zwischenüberschrift:
15 Osnabrücker Jugendliche reisten in die russische Teilrepublik Burjatien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Spannend und lehrreich" fand Meike Key, 17 Jahre, die zwei Wochen im russischen Ostsibirien. Die Weite der Steppe, die Schönheit des Baikalsees - es sind ungewöhnliche und bleibende Eindrücke, die die 15 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren aus fünf Osnabrücker Schulen sowie ihre zwei erwachsenen Betreuer wieder mit nach Hause nahmen.
Gemeinsam mit dem " Baikal Informationszentrum GRAN" organisierte der " Verein für Ökologie und Umweltbildung in Osnabrück e.V." bereits den vierten Schüleraustausch seit 2007 mit der russischen Teilrepublik Burjatien östlich des Baikalsees. Zu etwa 50 Prozent wurde die Reise wieder von der deutsch-russischen Jugendaustauschstiftung und der Stadt Osnabrück bezuschusst. Die Teilnehmer sollten dabei die ökologischen Besonderheiten der Baikalregion und die vielfältige landestypische Kultur kennenlernen.
Auf einem Vorbereitungswochenende im Lernstandort " Noller Schlucht", der sich aktiv an der Vorbereitung und Durchführung des Jugendaustausches beteiligte, hatten sich die Jugendlichen schon voller Vorfreude auf diese Reise eingestimmt, etwas Russisch gelernt und sich ein wenig mit dem fernen Land vertraut gemacht.
Nach 16 Stunden Reisezeit, fast 8000 Flugkilometern und mit sieben Stunden Zeitverschiebung landete die Gruppe bei 40 Grad im Schatten in Ulan-Ude, der Hauptstadt Burjatiens. Durch die Unterbringung in Gastfamilien wurde das Eintauchen in die dortige Lebensweise erleichtert. Obwohl in manchen Familien kaum Englisch oder Deutsch gesprochen wurde, " klappte die Verständigung mit Händen und Füßen", erinnert sich Marie Höweler. " Das Land und die Kultur kennenlernen" war das Motto der ersten Woche: Die Osnabrücker Gruppe besuchte ihre Partnerschulen, die weit verstreut im dünn besiedelten Burjatien liegen. Burjatien ist so groß wie Deutschland, hat aber nur 950 000 Einwohner.
Ungewöhnlich für Osnabrücker Schüleraugen waren auch die " Ehrentafeln" in den Schulen, auf denen die besten Schüler mit Foto und Namen verewigt werden.
Zwischen den Schulbesuchen organisierten die russischen Partner Ausflüge ins Umland.
Kultur-Unterschiede
In der zweiten Woche ging es dann direkt an den Baikalsee zur " Internationalen Sommerschule" in das kleine Örtchen Enchaluk. Ein straffes Programm führte die deutschen und ihre gleichaltrigen russischen Mitschüler durch den Tag: Morgens gab es Frühsport, dann Frühstück, und danach wurde gemeinsam gelernt: Ein " interkulturelles Training" vermittelte den Schülern anhand von Märchen, Gedichten und Sprichwörtern die Unterschiede zwischen östlicher und westlicher Kultur. Auch Unterrichtseinheiten in Botanik, Gewässerkunde oder Ornithologie standen auf dem Programm, durchgeführt von Fachwissenschaftlern der Universität Ulan-Ude.
Darüber hinaus war eine " Baikal-Olympiade" angesetzt: In den Disziplinen Fußball, Volleyball, Federball, Laufen, Schach und Dame traten die Jugendlichen gegeneinander an.
Nach der Rückkehr empfing Oberbürgermeister Boris Pistorius im Rathaus einige der Jugendlichen und die Organisatoren der Russlandreise. Sie hatten Geschenke für ihn mitgebracht: je eine Flasche Wasser aus dem Baikalsee und von einer heiligen Quelle, ein Buch mit Erfahrungsberichten über die bisherige mehrjährige Kooperation zwischen Osnabrück und Burjatien sowie einen typischen blauen burjatischen Schal, mit dem in Burjatien besondere Personen geehrt werden.
" Fremde Welt"
Der Oberbürgermeister, der im Jahre 1979 selbst als 19-Jähriger für zwei Wochen am Baikalsee war, zeigte sich sehr interessiert an den Schilderungen und Eindrücken der jungen Leute. " Es war eine fremde Welt", erinnerte sich Paul Thaler, 16 Jahre, an seinen Aufenthalt, " am meisten hat mich erstaunt, wie nett und entspannt die Menschen dort sind."
Die Dokumentation des Jugendaustausches sowie einer zur gleichen Zeit durchgeführten Reise einer kleinen Gruppe von Erwachsenen aus Osnabrück erscheint in den nächsten Wochen auf der deutsch-russischen Website www.baikal-osnabrueck.net ».



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