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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Museum als Brücke zum Piesberg
Zwischenüberschrift:
Verein zur Förderung des Museums Industriekultur blickt zufrieden auf 20 Jahre Arbeit zurück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hedi Osnabrück. Ein Gutachten zur Förderungswürdigkeit von Industriedenkmalen in Niedersachsen ebnete dem Museum Industriekultur den Weg. In der Expertise landete der Haseschacht auf dem vierten Platz. " Eine solche Schachtanlage ist in Deutschland nahezu einmalig", sagt Dr. Henning Schliephake, Geschäftsführer der Georgsmarienhütte GmbH. So sei ein Bewusstsein dafür entstanden, den Schacht nicht weiter verfallen zu lassen und regionale Industriegeschichte aufzubereiten.
18 Engagierte gründeten daher 1990 den " Verein zur Förderung des Museums Industriekultur Osnabrück", dessen Vorsitzender Schliep hake heute ist. Gestern feierte der 160 Mitglieder zählende Verein seinen 20. Geburtstag (siehe nebenstehenden Artikel). Zu dem Ereignis wurde eine Festschrift herausgegeben. " Wir sind nicht unzufrieden", betont Museumsdirektor Rolf Spilker, ein Mann der ersten Stunde des Museums, beim Blick zurück.
Tatkräftig bereitete der Verein damals die Eröffnung des Museums vor. Er betrieb - mit weiteren Partnern - den Ausbau und die Restaurierung von Gebäuden wie dem Haseschacht, dem Magazin und dem Gesellschaftshaus, stellte Förderanträge, warb um Sponsoren. 1994 öffnete das Museum seine Pforten.
Das Projekt entstand aus einer ABM-Stelle. Drumherum bildete sich bald ein Netzwerk. Der Verein rekrutierte weitere Mitarbeiter. Immer wieder packten Mitglieder selbst mit an, brachten Kenntnisse, Material und Leistungen ihrer Unternehmen ein - stifteten sogar historische Maschinen, die heute im Museum stehen. " Wir konnten die Firmen immer ansprechen und haben stets geschaut, wo wir was abstauben konnten", erinnert sich Spilker schmunzelnd.
" Was hier geschaffen wurde, ist vom Verein immer mitgetragen und vorangebracht worden", hebt der Museumsdirektor das bürgerliche Engagement für die Kulturförderung hervor. " Es gibt bis heute ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Museumsvorstand und Verein."
Später machte sich der Vorstand für die Nutzung des gesamten Geländes am Piesberg stark, erschloss weitere Flächen für die Museumsarbeit. So initiierte Unternehmer Walther Hakenberg als damaliger Beisitzer des Vorstands den Bau von Aussichtsplattformen am Steinbruch und einer Brücke über den Fürstenauer Weg, sodass 1997 der Rundwanderweg eröffnet werden konnte.
Heute unterstützt der Verein vor allem die Bildungsarbeit, laut Spilker das zentrale Standbein des Museums. Schulklassen aus dem Landkreis werden bei ihren Fahrten zum Museum finanziell gefördert, Computer und GPS-Geräte für Entdeckungstouren am Piesberg wurden angeschafft. " Die elektronischen Schnitzeljagden sind derzeit der Renner", sagt Spilker. " Wir versuchen, das Museum weiter in den kleineren Dingen zu unterstützen", erklärt Fördervereinsvorsitzender Schliephake die künftigen Ziele.

Gutenberg brauchte kein Telefonbuch
Förderverein feiert seinen Geburtstag mit buntem Kinderfest
mlb Osnabrück. Geduldig hat der fünfjährige Leon zugeguckt, wie die Druckerpresse funktioniert. Jetzt steht er selbst am Hebel - aber den bis zum Ende zu drehen, dazu fehlt dem Knirps die Kraft. Museumsmitarbeiter Olaf Pagenkämper hilft ihm, damit der Druck schön wird. Einiges konnten junge und alte Besucher des Festes ausprobieren, zu dem der Verein zur Förderung des Museums Industriekultur eingeladen hat.
Zum Beispiel die Druckerpresse, die Museumshandwerker Jörg Vordermark nach dem Vorbild der Presse von Gutenberg gebaut hat. Drei Leute waren bei der Originalpresse nötig, um in einer Schicht von zwölf bis 14 Stunden 3000 Seiten zu drucken. Wie lange hätte da wohl ein Telefonbuch gebraucht, inklusive Satz? " Damals gab? s keine Telefone", sagt Pagenkämper augenzwinkernd.
Während nebenan Papier geschöpft wird, verziert die kleine Charlotte zwei Räume weiter ein Lebkuchenherz. Hinten am Tisch wird gefilzt - Shaun das Schaf ist der absolute Renner.
Im Magazingebäude dreht das Karussell Runde um Runde, während andere Besucher bei Hau den Lukas ihre Kräfte messen oder ihre Jugend im Autoskooter wiederaufleben lassen.
Oben am Fürstenauer Weg lädt die Feldbahn zur Fahrt ins Grüne ein, das Museum hat seine Türen geöffnet. Hier stehen Zinngießen, Geocaching und Steckdosenlabor auf dem Programm.
Draußen vor dem Pferdestall sitzt ein guter Teil des Vereinsvorstands mit Rolf Spilker zusammen und genießt entspannt den Vormittag. 20 Jahre Arbeit sind geschafft. Jetzt wird erst mal gefeiert. Und dann geht es weiter. Vor allem soll die museumspädagogische Arbeit unterstützt werden, sagt Beisitzer Heiko Schlatermund.

Autor:
hedi


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