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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Bitte ausweisen" - Unterricht in der Kaserne
Zwischenüberschrift:
BBS Haste nutzt altes Gebäude der Briten am Limberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
nasl Osnabrück. Von der Idee bis zur Umsetzung ging es schnell. Im Mai kam beim Landkreis der Gedanke auf, für die BBS Haste ein Gebäude in den ehemaligen britischen Mercer/ Imphal-Barracks am Limberg im Stadtteil Dodesheide anzumieten. Seit Anfang der Woche werden bereits die ersten Schüler in der Kaserne unterrichtet.
Für den Sportunterricht nutzte die BBS die moderne Sporthalle auf dem früheren Militärgelände schon vorher, doch das Pendeln mit dem Einsatzbus zur etwa vier Kilometer entfernten Schule nach der körperlichen Ertüchtigung sorgte immer wieder für Verspätungen. Außerdem entstanden nicht unerhebliche Fahrtkosten.
Angesichts dessen seien auch die notwendigen Umbauten und die Installation einer neuen Heizungsanlage unter dem Strich wirtschaftlich, sagt Schulleiter Peter Befeldt. Ein weiterer wichtiger Punkt seien die Freiflächen für den Agrar- und Gartenbaubereich: " An der Schule verfügen wir nicht über die notwendigen Flächen, um optimalen Unterricht für die Fachpraxis-Schüler gewährleisten zu können." Das Kasernengelände biete dafür nun deutlich bessere Bedingungen. Vorerst auf drei Jahre befristet, wurde das ehemalige Kasernengebäude angemietet, in dem nun auch teilweise ganztägig Unterricht stattfindet.
Für Schüler wie Lehrkräfte bedeutet das eine Umstellung. Erste Klagen aus der Schülerschaft ließen da nicht lange auf sich warten, denn weder die Essens- noch die Getränkeversorgung ist am Limberg zurzeit gewährleistet. Doch Befeldt beruhigt: " Sobald nächste Woche die Schulcafeteria wieder öffnet, wird ein Fahrdienst in den Pausen Brötchen zur Kaserne bringen, und auch Getränkeautomaten werden aufgestellt." Für den " Brötchendienst" sei eine Ein-Euro-Kraft eingestellt worden.
Die Anbindung an den Personennahverkehr sei ebenfalls gut. Vom Neumarkt aus fahren Busse im 10-Minuten-Takt. Dadurch hätten auch Schüler aus dem Landkreis keine größeren Zeiteinbußen zu befürchten, so Befeldt. Einige Schüler sehen dies anders, zumal der Weg über das Kasernengelände zum Unterrichtsraum etwa zehn Minuten betrage. Wachpersonal muss darüber hinaus am Eingang zum ehemaligen Kasernengelände Kontrollen durchführen, damit keine unbefugten Personen das Gelände betreten. Und auch für die Schüler gilt: Das Gelände ist tabu, der Aufenthalt ist nur in unmittelbarer Nähe zum Unterrichtsgebäude gestattet. Ein noch provisorischer Aufenthaltsraum soll allerdings mit PCs und WLAN ausgestattet werden, damit sich die Schüler in den Freistunden beschäftigen können. Um den Lehrern bessere Möglichkeiten zum Pendeln einzuräumen, habe man zudem bewusst auf einen Gong verzichtet, erklärt Befeldt.
Insgesamt sieht Befeldt die neue Außenstelle nicht nur aus schulischer Sicht sinnvoll: " Dass wir nunmehr das ehemalige Kasernengelände, die Konversionsflächen in der Dodesheide, zur Ausbildung junger Menschen nutzen können, ist ein Resultat der Entspannungspolitik und gibt die Hoffnung auf eine friedlichere Welt."
Und auch die von unserer Zeitung befragten Schüler sind sich einig: " Die Idee ist super, aber die Umsetzung ist bislang noch nicht gut gelungen." Befeldt verspricht aber, die Kinderkrankheiten schnell zu beheben.
Auf Anfrage sieht die Stadt für ihre Schulen momentan keinen Bedarf für ein ähnliches Projekt, aber das könne sich binnen kurzer Zeit ändern, so Dieter Reimann vom Fachbereich Schule und Sport.

Autor:
nasl


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