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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die ganz große Kneifzange bei der Arbeit
Zwischenüberschrift:
In der Winkelhausen-Kaserne fallen jetzt die Mannschaftshäuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv Osnabrück. Bernd Santowski hat Fingerspitzengefühl. Der Baggerführer regiert sein 70 Tonnen schweres Ungetüm mit einem Joy-Stick wie andere ein Computerspiel: Ganz behutsam greift er mit der Abbruchzange in 15 Meter Höhe einen kompletten Fensterrahmen und zieht ihn aus der Wand. Ein paar Ziegelsteine purzeln in die Tiefe.
In den letzten Wochen hat das Abbruchunternehmen Sperling aus Schleswig-Holstein mit dem Abbruch der Kasernengebäude an der Römereschstraße begonnen. Erst wurden die Garagen und Lagerhallen abgeräumt. Und gestern kamen die beiden großen Mannschaftsgebäude in der Südwestecke der Winkelhausen-Kaserne an die Reihe. Bald will die Firma Kaffee-Partner hier das neue Lager und Verwaltungsgebäude bauen.
Erschließungsträger sind die Stadtwerke, der Abbruch wurde ausgeschrieben und an das auf solche Aufgaben spezialisierte Unternehmen Sperling vergeben. " Wir trennen möglichst sortenrein. Das schont die Umwelt, erleichtert das Recycling, und die Verkaufserlöse sind auch Bestandteil der Kalkulation", so erläutert Polier Thorsten Runge das Verfahren: Holz, Metalle, Bauschutt werden sorgsam sortiert, aber auch die in einer solchen Liegenschaft zwangsläufig anfallenden Problemstoffe wie Dachpappen, Asbest, Mineralwolle zum Teil sogar in Hand arbeit aus dem Bauschutt geklaubt.
So stehen in einer Ecke der lang gestreckten Garage gleich 22 große Blei-Akkus, die früher einmal Bestandteil der Notstromversorgung waren. Gegenüber türmt sich ein Haufen Dachpappenreste, in den großen Container fliegen Kabel, die von der Bagger-Kneifzange immer mal wieder aus dem Gebäude gepflückt werden. Schrittweise arbeitet sich Bernd Santowski mit seinem Bagger in dem Mannschaftsgebäude. Die großen Wohnblocks haben im Dachstuhl sogar Decken aus Stahlbeton ? als Schutz vor Luftangriffen. Da kann der 70-Tonnen-Koloss mit seinem 27 Meter langen Ausleger dann so richtig herzhaft zubeißen.
Bislang sind eine Tankstelle, mehrere Lagerhallen und Garagen dem Erdboden gleichgemacht. Andere Gebäude werden derzeit noch ausgeschlachtet. In einer früheren Garage fehlen bereits die Rolltore und geben den Blick frei: Auf der gegenüberliegenden Wand künden Futtertröge davon, dass dies einmal ein Pferdestall war.
Auf etwa 40 000 Tonnen schätzt Polier Thorsten Runge den beim Abbruch entstehenden Schuttberg: " Der umbaute Raum beträgt 71 000 Kubikmeter".
Autor:
fhv


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