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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
SPD: Die Baufirma lügt
Zwischenüberschrift:
Offener Brief von Fraktionschef Henning zum Lindenfall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Der SPD-Fraktionschef Frank Henning hat in scharfem Ton auf den mutmaßlichen Baumfrevel an der Lürmannstraße reagiert. Henning wirft in einem gestern verbreiteten offenen Brief dem Geschäftsführer der Firma MHS Massivhaussysteme GmbH vor, bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben.
Er habe " mit großem Entsetzen" die Pressemitteilung der Firma vom vergangenen Freitag zur Kenntnis genommen, schreibt Frank Henning. Darin hatte der Geschäftsführer erklärt, er bedaure das " Umkippen" der Linde in die ausgeschachtete Baugrube. Es habe sich um ein " zufälliges und unvorhersehbares Ereignis" gehandelt. Die Firma habe " keinerlei Beitrag" dazu geleistet.
Frank Henning schreibt dazu: " Ich halte Ihre Aussage, gelinde gesagt, für eine Frechheit, die an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten ist, da sie mit den Zeugenbeobachtungen der Anwohner, den eindeutigen Spuren am Tatort und dem tatsächlichen Geschehensablauf nicht in Einklang zu bringen ist. Eine derart unseriöse Behauptung, die vielleicht ins Märchenland gehört, aber bestimmt nicht von einem vertrauenswürdigen Unternehmen geäußert werden sollte, das sich auch zukünftig in unserer Stadt an Bauvorhaben beteiligen möchte, ist mir in meiner mittlerweile fast 20-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit noch nicht vorgekommen." Henning kündigt an, dass die SPD-Fraktion in Zukunft alle Bauvorhaben, an denen die Firma in der Stadt beteiligt sei, " mit großem Interesse verfolgen und bauordnungsrechtlich intensiv begleiten" werde.
Mehrere Zeugen hatten nach eigenen Angaben beobachtet, dass der Baggerfahrer die Wurzeln der unter Schutz stehenden, 120 Jahre alten Linde freilegte und dann mit der Baggerschaufel gegen den Stamm drückte. Ein Kollege habe in der Baugrube gestanden und Zeichen gegeben, wohin der Baum fallen müsse.
Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen fordert, dass die Stadt den Baumfrevel " mit den größtmöglichen Sanktionen" belegt. Gegen den Bauträger und das ausführende Bauunternehmen sei mit der gebotenen Härte vorzugehen, heißt es in einer Erklärung der Grünen. Dies sei notwendig, um Investoren deutlich zu machen, dass sie sich nicht einfach über Bauauflagen hinwegsetzen könnten, so Fraktionschef Michael Hagedorn. Die Bußgelder reichten offenbar nicht aus, da wiederholt geschützte Bäume gefällt worden seien- insbesondere am Westerberg.
MHS Massivhaussysteme wollte zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen.

Autor:
hin


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