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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Das ist nur die zweitbeste Lösung"
Zwischenüberschrift:
Architekt Bofinger sieht die neuen Pläne der Stadt zum Bahnhofsvorplatz kritisch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt will endlich eine Lösung für den Bahnhofsvorplatz finden. Aber die vom Baudezernat favorisierte Variante ist nach Ansicht des Architekten Prof. Helge Bofinger nur zweite Wahl. Ginge es nach ihm, dann würden sich die Taxen direkt am Bussteig 1 vor der zentralen Fußgängerzone aufstellen.
Von Rainer Lahmann-Lammert - Vor dem Bahnhof bricht immer wieder das Chaos aus, weil sich Taxifahrer und Kurzzeitparker in die Quere kommen. Seit Jahren experimentiert die Stadt mit einer veränderten Taxispur - bisher ohne Erfolg. Damit wächst der Druck, den Taxistand auf die nördliche Platzhälfte zu verlegen, die bisher den Bussen vorbehalten ist. Bislang haben sich die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke massiv dagegen gewehrt.
Heute befasst sich der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Problem. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, die Taxispur probeweise für einen Tag am Rondell einzurichten. Erst danach soll eine Entscheidung gefällt werden. Alternativ könnte die Probephase auf drei Monate ausgedehnt werden, was von den Planern aber wegen der höheren Kosten nicht favorisiert wird.
Der Vorschlag sieht vor, dass der heutige Bussteig 4 neben dem Rondell zur Taxispur umgewidmet wird. Jeweils drei Taxen dürften jedoch aufrücken und sich direkt vor dem Bahnhofsgebäude aufstellen.
Der Wiesbadener Architekt Helge Bofinger, der den Bahnhofsvorplatz vor zehn Jahren gestaltet hat, wurde in diese Überlegungen eingebunden. Ganz wohl ist ihm dabei nicht, denn nach seiner Ansicht gibt es noch eine bessere Lösung. Dafür müsste der Bussteig 1 vor dem breiten Trottoir geopfert und als Taxispur ausgebaut werden.
Bofinger hält es für " völlig sinnwidrig, dass die meisten Busse dort halten". Für die Fahrgäste sei es irritierend, dass die eine Linie am Rondell starte und die nächste in der großen Schleife. Wenn alle Haltestellen unter das Dach verlegt würden, falle die Orientierung leichter. Deshalb habe er diesen Gedanken schon bei der Ursprungsplanung verfolgt. Doch die Stadtwerke hätten sich an diesem Punkt " sehr unbeweglich" gezeigt, wie der Architekt tadelt.
Gegen Bofingers Empfehlung äußern aber nicht nur die Stadtwerke Vorbehalte. Auch die Verkehrsplaner der Stadt haben Bedenken, weil viel mehr Fußgänger als bisher die Fahrbahn überqueren müssten, um zum Busrondell zu gelangen. Daraus könne sich ein Sicherheitsproblem ergeben, heißt es in der Stellungnahme, die dem Stadtentwicklungsausschuss vorliegt.
Aber auch die vom Baudezernat favorisierte Variante mit dem Taxistand neben dem Rondell stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Die Fachleute erwarten allerlei Konflikte, weil sich auf der Schleife vor dem Hauptbahnhof nicht nur Busse und Taxen ins Gehege kommen könnten, sondern auch Radfahrer und Fußgänger.

Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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