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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Es geschah am 3. August 2010 um 17.15 Uhr am helllichten Tag"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum " Lindenfall" am Westerberg haben uns zahlreiche Leserbriefe erreicht. Hier einige Auszüge.
"[?] Da wird so eine alte Linde im Bebauungsplan unter besonderen Schutz gestellt, und dann kommen fragwürdige Unternehmer aus dem Immobilien- und Baubereich und schaffen solche Tatsachen. Als Ersatzmaßnahme sollte eine Ersatzanpflanzung im gleichen Stammumfang und Kronendurchmesser erfolgen [?]."
Gerhard Gust
Osnabrück
" Der Fachbereichsleiter Städtebau sieht in der vorsätzlich flach gelegten Linde eine ? Abweichung? von der Baugenehmigung. Ich betrachte es als groben Verstoß gegen die Auflagen, der zur Rücknahme der Baugenehmigung führen muss. Ein Investor, der ein Grundstück am Westerberg bebauen will, zahlt 10 000 Euro für einen illegal gefällten alten Baum mit einem Lächeln aus der Portokasse. Daher sollte er zusätzlich [?] zur Anpflanzung eines großen Baumes an derselben Stelle verpflichtet werden.Übrigens: Die noch vorhandenen Bäume hinter der Mauer zur Gutenbergstraße wurden bereits im Februar/ März so brutal zur Grundstücksseite hin abrasiert, dass sie ihr Gleichgewicht verloren haben. Bei einem Sturm, ähnlich wie Kyrill, werden sie über die Straße auf die Nachbarhäuser stürzen."
Jutta Martens
Osnabrück
" Auf dem Foto ist zu sehen, dass die empörten Nachbarn selbst keine großen Bäume haben. Umweltschutz soll immer von den anderen gemacht werden. Bei der heutigen dichten Bebauung bedeuten große Bäume viel Schattenwurf und können eine erhebliche Nutzungs- und Wertminderung des Grundstücks und der Gebäude bedeuten. Die Stadt sollte den Bürgern das Fällen von Bäumen nicht verbieten. Es sind doch viele städtische Flächen für Baumanpflanzungen geeignet. Zukünftige Bauherren und Investoren werden durch diese unsachlichen Diskussionen verprellt."
Erhard Frese
Osnabrück
"[?] Hier kann man meiner Meinung nach von einem ? gewollten Kollateralschaden? reden. Bei einem Grundstück dieser Lage und Größe sind 10 00 Euro Strafe wohl auch nur ? Peanuts?. Um hier ein Exempel zu statuieren, sollte man den Eigentümer dazu zwingen, die zwei Ersatzbäume (die Professor Hans-Albrecht Dicke fordert), an die gleiche Stelle zu pflanzen. Es müsste sogar so weit gehen, dass der Planer gezwungen wird, den Baukörper zu verkleinern, um eine nachhaltige Wirkung für Folgetäter zu erzielen. [...]"
Hendrik Möller
Osnabrück
"[?] Nein, nicht Ersatzpflanzungen an einem von der Stadt festzulegenden Ort! Genau dies wird den Verdacht bestärken, es gebe unheilige Verbindungen zwischen Grundstückseigner, Investor und Stadt. [?] Ersatzpflanzung an Ort und Stelle. Haben Sie, sehr geehrter Herr Professor Dicke, nicht bedacht, dass die Erhaltung just dieses Baumes eine Grundvoraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung ist? Dann ist seitens des Verursachers auch genau diese Voraussetzung wiederherzustellen. Sonst verfällt die Genehmigung. Falsch gedacht? [?]"
Dr. Klaus Bosbach
Osnabrück
" Die einzige Lösung kann meines Erachtens nur eine Neuanpflanzung an gleicher Stelle sein. Neben dem finanziellen Aspekt ist dieses die größte Strafe, die den Verursacher (wenn es denn Vorsatz war) treffen kann. War es ein Unglück, kann aus Sicht der Bauplanung sicher nichts gegen eine Neuanpflanzung an dieser Stelle sprechen [?]."
Birger Rotert
Bissendorf
"[...] Ich habe selber gesehen, wie der Baum von dem Bagger frei gegraben und umgestoßen wurde und wie danach der Baggerfahrer fluchtartig die Baustelle verließ. Hierfür gibt es außer mir noch weitere Zeugen [?].
Dass Frau Meyer zu Strohen [?] dem Investor die Steilvorlage bietet, kann man mit mangelnder Information entschuldigen und mag unbedacht geäußert worden sein (eine 120 Jahre alte vitale Linde kippt nicht so einfach um!). Es war aber auch keine Nacht-und-Nebel-Aktion, Herr Thomas Thiele - es geschah am 3. August 2010 um 17.15 Uhr am helllichten Tag!
Dass Herr Berner als Geschäftsführer des Investors mhs von einem Unglück spricht, zeugt von hoher Ignoranz und Arroganz. Wir Nachbarn hatten seit Montag, 2. August, [?] Kontakt zur Naturschutzbehörde und zum Bauamt aufgenommen und beide Abteilungen eindringlich darauf hingewiesen, dass die Bauarbeiten ohne Baumschutz für die Linde und die noch vorhandenen weiteren Bäume begonnen hatten, obwohl dieser Bedingung für die Erteilung der Baugenehmigung war. Obwohl der Leiter des Bauamtes einige Stunden, bevor die Linde von dem Bagger gerodet wurde, auf der Baustelle ein Gespräch mit dem Architekten und den Arbeitern geführt hatte, fiel der Baum, der vermutlich [?] nie in den Planungen von mhs [?] berücksichtigt war.
Liebe Politiker und liebe Stadtverwaltung, wenn Sie schon [?] so intensiv auf den Bauherrn mhs zugegangen sind (Erlaubnis zum Fällen einer über 100 Jahre alten Kastanie und der Buche auf dem Grundstück im Oktober 2009), so hätten Sie doch jetzt wenigstens erwarten können, dass sich der Bauherr an Ihre gemeinsame Vereinbarung [?] hält. Lassen Sie sich nicht so vorführen, zeigen Sie Rückgrat, und überdenken Sie den Umgang mit der Natur und die gesamte Baugenehmigung des Gebäudes. Denn erst dann herrscht wieder Gerechtigkeit, oder es bleibt ein unangenehmer Beigeschmack und der Eindruck der Bürger, dass hier zwischen Entscheidern und Investoren ? gekungelt? wird."
Anja Wildhagen
Osnabrück
" Als Kaiser Wilhelm II. nach dem verlorenen 1. Weltkrieg emigrieren musste, machte er das Haus Doorn in Holland zu seinem Wohnsitz. Das Schloss lag in einem wunderschönen Park, und der tatkräftige Kaiser machte sich umgehend daran, einen Baum nach dem anderen zu fällen und in kleine Stücke zu hacken, sodass am Ende seines Lebens Tausende von Bäumen verschwunden waren. Über die Baumvernichtung unter der Regie der Osnabrücker Stadtverwaltung wird nicht Buch geführt. Ich empfehle den Ratsmitgliedern, der Verwaltung ein solches Register zur Auflage zu machen, damit man in ein paar Jahren entscheiden kann, ob der Kaiser oder die Stadtverwaltung erfolgreicher gearbeitet haben [?]."
Guido Rasch
Osnabrück
Autor:
Gerhard Gust, Jutta Martens, Erhard Frese, Hendrik Möller, Dr. Klaus Bosbach, Birger Rotert, Anja Wildhagen, Guido Rasch


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